Kalkars Bürgermeisterin Alexandra Schacky ist erst seit November offiziell im Amt, hat aber schon viele Gespräche geführt. Foto: Stadt Kalkar
21. Januar 2026 · Kalkar

Kalkars Bürgermeisterin Alexandra Schacky setzt auf den Dialog

Alexandra Schacky berichtet über ihre ersten intensiven Wochen im Amt

KALKAR. Viel Zeit zum Ankommen im Rathaus blieb Kalkars neuer Bürgermeisterin Alexandra Schacky nicht. „Mein erster Arbeitstag war direkt sehr intensiv. Ich hatte gerade meine Passwörter bekommen und meinen Computer eingeschaltet, da kam auch schon unsere Klimaschutzmanagerin Sabrina Meisen mit einem Anliegen zu mir. Das ging dann auch den ganzen Tag so weiter. Am zweiten Tag stand dann auch schon direkt die konstituierende Ratssitzung an“, blickt Schacky zurück. Seit dem 1. November ist sie offiziell im Amt. „Das sind nun 82 Tage“, sagte die Bürgermeisterin beim Pressegespräch am Mittwoch im Kalkarer Rathaus und ergänzte: „Ich sitze jetzt schon ein bisschen im Sattel, lasse aber alles weiter auf mich zukommen und lerne die Strukturen im Rathaus kennen.“

Besonders die erste Woche sei geprägt davon gewesen, die Mitarbeiter im Rathaus kennenzulernen. „Ich bin wirklich freundlich und offen aufgenommen worden“, berichtet die neue Bürgermeisterin. Alles habe reibungslos funktioniert. Zu den 100 Mitarbeitern der Stadt Kalkar gehören jedoch nicht nur die Verwaltungsmitarbeiter im Rathaus, sondern auch etwa die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs. „Hier planen wir zum besseren Kennenlernen auch noch ein gemeinsames Grillen im Frühjahr“, verrät Schacky, die in ihren ersten Amtswochen auch schon erste Kennenlerngespräche mit Vereinen, Institutionen und Unternehmen geführt hat. „Da kamen auch gleich die ersten Wünsche, die aber bislang alle im Rahmen des Machbaren blieben“, sagt Schacky. Illusorisches Wunschdenken sei nicht dabei gewesen.

Was ihr bislang besonders Spaß bereitet habe, seien die vielen schönen Termine gewesen, die sie bereits habe wahrnehmen dürfen. „Da waren schöne Veranstaltungen wie das Seniorenkaffee dabei, bei dem ich mir dachte, dass das jetzt ja auch meine Arbeitszeit ist, obwohl es sich gar nicht so anfühlt“, sagt Schacky, die in dem Zuge betont, dass sie keine Bürgermeisterin sein wolle, die „nur in dem großen Gebäude sitzt“. „Ich möchte vernetzt bleiben, rausgehen und schöne Veranstaltungen besuchen, um auch Feedback zu bekommen“, sagt Schacky.

Sie habe bereits in den vergangenen Wochen gemerkt, dass sie jetzt auch im Kalkarer Stadtgebiet als Bürgermeisterin wahrgenommen und angesprochen werde. Auch ihre erste Bürgersprechstunde im Januar hätte viele gute Gespräche ergeben. „Da möchte ich dranbleiben“, sagt Schacky, der es wichtig ist, dass sich die Kalkarer Bürger direkt bei ihr im Rathaus melden und nicht etwa in den sozialen Medien. „Da bekomme ich nicht alles mit“, begründet Schacky. Bei den Bürgersprechstunden oder bei einer Kontaktaufnahme direkt im Rathaus – zum Beispiel per E-Mail – habe sie dagegen immer ein offenes Ohr für alle Probleme und Anliegen.

Um auch die jüngere Zielgruppe zu erreichen, bietet Schacky darüber hinaus ab kommenden Dienstag, 16 bis 17.30 Uhr, im Kalkarer Rathaus eine Schülersprechstunde an. Sie soll in Zukunft alle sechs bis acht Wochen stattfinden und sich an Schüler von der ersten Klasse bis zum Abitur richten. „Junge Menschen sind auch ein Teil dieser Gesellschaft. Sie haben auch Sorgen. Ich möchte ihnen die Gelegenheit zum Dialog geben“, betont Schacky.

Auf den städtischen Haushalt 2026, der im Dezember in den Rat der Stadt Kalkar eingebracht wurde, hatte Schacky als Bürgermeisterin, die erst wenige Wochen im Amt war, noch wenig Einfluss. „Wir haben beim Haushalt auch nicht viel Handlungsspielraum“, weiß Schacky. Kalkar brauche zwar keine Angst vor der Haushaltssicherung haben, aber wünschenswert sei sie nicht. Dass Kommunen sich in einer schwierigen finanziellen Lage befänden, sei aber ja auch nicht nur in Kalkar so. Trotzdem wolle sie in ihrer Amtszeit wichtige Dinge anstoßen und umsetzen. „Das Klimaschutzkonzept soll nicht nur ein Stück Papier im Schrank sein. Es soll umgesetzt werden“, betont Schacky.

Auch die Windenergieanlagen in Kalkar sollen weiter ausgebaut werden. Dabei seien sowohl neue Windenergieanlagen als auch ein Repowering – also die Erneuerung und Modernisierung bestehender, älterer Windenergieanlagen hin zu noch effizienteren Windenergieanlagen – vorgesehen. Der Umbau des Bus-Bahnhofs am Schulzentrum Am Bollwerk sei zudem für 2027 vorgesehen.

Ein großes Thema ihres Wahlkampfes sei bereits die Ärzteversorgung in Kalkar gewesen. „Da darf ich aber nichts überstürzen und muss gut planen. Es gab ja bereits die Initiative ,Ärztliche Versorgung Kalkar‘, an der sich unter anderem der damalige Wirtschaftsförderer Bruno Ketteler und auch drei Hausärzte beteiligt hatten. Hier müssen wir weiter dranbleiben und das Thema regelmäßig in Erinnerung rufen“, sagt Schacky. Die zweifache Mutter hätte zudem gerne wieder einen „Ferienspaß wie früher“ in der Stadt. Das ginge aber nur verbunden mit einer ehrenamtlichen Initiative etwa von Vereinen. Eine „lebendige Stadt“ sei ihr aber allgemein wichtig. Mit der Werbegemeinschaft „Kalkar aKtiv“, die auf ihrer Homepage jetzt auch einen Veranstaltungskalender führt, sei Kalkar allerdings bereits gut aufgestellt. Dies gelte es fortzuführen und gegebenenfalls weiter auszubauen.

Gut aufgestellt ist auch das Standesamt der Stadt Kalkar. Trauungen in der Nikolaistadt sind sehr gefragt und beliebt. Auch Bürgermeisterin Alexandra Schacky möchte bald Trauungen durchführen. Dazu besucht sie demnächst eine dreitägige Kompaktfortbildung in Geldern. Sie freue sich schon darauf, das erste Ehepaar trauen zu können, wenngleich sie wisse, dass das mit dem Vorgespräch und der Vorbereitung auf die individuelle Trauung auch nochmal eine sehr arbeitsintensive Aufgabe sei. Aber auch diese möchte sie – wie alle anderen – meistern.

Sabrina Peters

Kalkars Bürgermeisterin Alexandra Schacky ist erst seit November offiziell im Amt, hat aber schon viele Gespräche geführt. Foto: Stadt Kalkar