Kabarett, Theater, Musik
Die freie junge Kulturszene Kleve bespielt am 23. August das Spiegelzelt
KLEVE. Die Vorbereitungen auf der Cinque-Festwiese laufen auf Hochtouren. Am Donnerstag geht’s los mit dem Veranstaltungsreigen im Spiegelzelt. Ab 18.30 Uhr stellt sich der Förderverein für die Landesgartenschau 2029 in Kleve vor. Gemeinsam wird ein Blick auf das anstehende Ereignis geworfen, diskutiert und genetzwerkt. Weiter geht es am Freitag mit einer internen Veranstaltung des Unternehmerinnen Forums Niederrhein, bevor sich am Samstag, 23. August, der Vorhang für die freie junge Klever Kulturszene öffnet.
An diesem Abend geben das Theater im Fluss, die Gruppe Tinnitus und die Band Treams ab 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) einen Einblick in ihr Schaffen. Mit ihren Wurzeln im Stadtteil Ratingen-West, freut sich die Gruppe „Tinnitus“ auf ihren Auftritt. Das junge Kabarett-Ensemble ist hervorgegangen aus den früheren „Westhäkchen“, einer der wenigen Schülerkabarettgruppen in Deutschland. Begleitet werden die jungen Leute von Heiner van Schwamen, einem echten Klever, der hier sein Abitur und Referendariat am damaligen Sebus-Gymnasium absolviert hat. Tinnitus sind fünf junge Leute, motiviert, klug, talentiert. Ihr Blick geht nicht nur auf die Außen-, sondern auch auf die Innenwelten, in denen sich alle Turbulenzen widerspiegeln. Herausgekommen ist eine Collage von inneren Screen- und Screamshots auf einen fiktiven Tagesablauf ohne chronologische Ordnung. Die Zeiten verschwimmen, wie auch die Grenzen zwischen Realität, Traum und virtuellen Welterfahrungen. Das kann sehr komisch, sehr ernst und auch absurd sein, sehr hart und sehr poetisch. Die Gruppe bedient sich der verschiedensten Werkzeuge der Kleinkunst: Filmeinspieler, Songs, Gedichten, Poetry Slam-Texten. Die Grenzen zwischen Kabarett, Comedy, Musik, Show und Theater sind fließend. Alles wird präsentiert ohne erhobenen Zeigefinger, mit Humor und fröhlicher Selbstironie.
Das Theaterlabor vom Theater im Fluss zeigt Ausschnitte aus dem im September Premiere feiernden Stück „Zum torkelnden Storch“. In dem in eine Spelunke verwandelte Theaterraum spielt das junge Theaterlabor Schnitzlers überarbeiteten „grünen Kakadu“, den es mit Texten von Francois Villon sowie mit Volks- und Revolutionsliedern verbindet. Die Kneipe in Paris ist Schauplatz für erfolglose Schauspieler, die unter der Leitung der Wirtinnen für Bürger und Adelige, Verbrecher, Straßengauner und anderes Gesindel und spielen. Die Adligen erhoffen sich dort einen angenehmen Nervenkitzel. Am Tag des Ausbruchs der französischen Revolution dringt nun der reale Aufruhr der Straße in die Szene ein. Realität und Spiel vermischen sich, und es wird es immer schwieriger, Rollen von echten Personen und Spiel von Wahrheit zu unterscheiden.
Treams ist eine internationale Band aus Kleve, die sowohl Eigenkompositionen als auch modern arrangierte Jazz Standards spielt. Sie setzt sich zusammen aus Schlagzeug, Bass, Gitarre, Saxophon, Querflöte und Gesang. Die Band Treams hat sich vor drei Jahren durch die Hochschule Rhein-Waal zusammengefunden. Die Musik ist von ihren verschiedenen kulturellen und musikalischen Hintergründen geprägt und verbindet Latin, Jazz, Pop und Rock miteinander. Bekannt ist die Band in Kleve durch Auftritte wie etwa Rock am Kreis, Kultur Lokal Kleve, Culucubar und der Hochschule Rhein-Waal. 2024 veröffentlichte die Band Treams ihr erstes Album namens „Ablum“. Auf der website https://treams-band.de/ findet man darüber hinaus alle Arrangements und Eigenkompositionen mit Noten und Lyrics.
Karten für den Abend gibt es für 17,50 Euro online unter www.reservix.de und bei den bekannten Vorverkaufsstellen, unter anderem in der Buchhandlung Hintzen. Weitere Infos zum Programm findet man unter www.cinque-spiegelzelt.de.
Das Theater im Fluss ist mit von der Partie. Foto: Theater im Fluss
Treams ist eine internationale Band aus Kleve, die sowohl Eigenkompositionen als auch modern arrangierte Jazz Standards spielt. Foto: Treams