Maurer bei der Arbeit im Kreis Kleve; Bau von Wohnungen; freie Ausbildungsplätze; Handwerk; Nachwuchs im Baugewerbe.
17. August 2026 · Niederrhein

Junge Menschen sollen Mut zum „Ausbildungs-Kick“ haben

G BAU Duisburg-Niederrhein: 78 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Kreis Kleve ohne Berufsabschluss

KREIS KLEVE. Es ist nie zu spät: Wer jetzt noch eine Berufsausbildung sucht, hat gute Chancen. Insgesamt bieten die Betriebe im Kreis Kleve noch 393 Ausbildungsplätze. Darunter allein 17 im Baugewerbe. Fünf freie Ausbildungsplätze hat der Garten- und Landschaftsbau zu bieten. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. Die IG BAU Duisburg-Niederrhein beruft sich dabei auf aktuelle Zahlen der Arbeitsagentur.

Das Spektrum der freien Ausbildungsplätze sei breit. „Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Denn mit einer Ausbildung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufsleben lang macht, in der Regel sicherer und vor allem auch deutlich besser bezahlt“, sagt Karina Pfau. Die Vorsitzende der IG BAU Duisburg-Niederrhein rät allen ohne Berufsausbildung, sich „doch noch den ‚Ausbildungs-Kick‘ zu geben“. Immerhin haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Nordrhein-Westfalen rund 642.000 junge Erwachsene im Alter von 20 bis 34 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung und keinen Ausbildungsplatz. Und 78 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Kreis Kleve haben nach Angaben der Arbeitsagentur keinen Berufsabschluss. Gerade ihnen rät die IG BAU Duisburg-Niederrhein, sich noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umzusehen. „Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, so Karina Pfau.

Die IG BAU Duisburg-Niederrhein rät Interessierten, eine Berufsberatung zu nutzen. Eine gute Adresse, um sich zu orientieren, sei dabei die Jugendberufsagentur (JBA): www.servicestelle-jba.de. Außerdem seien auch bei der Arbeitsagentur gute Tipps zu bekommen – vor Ort oder digital: www.arbeitsagentur.de/bildung. Das direkte Beratungsgespräch lohne sich immer, so die Gewerkschaft. „Außerdem gilt: Mutig auf die Betriebe zugehen. Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz. Wichtig ist, dabei Firmen auszusuchen, die fair ausbilden und bezahlen. Unternehmen also, bei denen es auch einen Tarifvertrag gibt“, rät Pfau. Wer einen Ausbildungsplatz suche, für den zähle vor allem der Beruf. Aber auch die Ausbildungsqualität und die Perspektiven, die der Betrieb nach der Ausbildung biete, seien wichtig.

Aus Steinen werden Wohnungen: Maurer sind die Profis, die die Wohnungen im Kreis Kleve bauen. Aber der Bau braucht Nachwuchs: Freie Ausbildungsplätze gibt es. Foto: IG Bau/Florian Göricke