Die Leiter der Jugendhäuser: Norman Gebbing-Koltsch (Remix), Hanni Peters (K.O.T. Haldern), Beatrix Kruse (Relaxx Mehr) und Benedikt Kosel (evangelisches Jugendhaus Haldern, v. l.). NN-Foto: MB
2. Mai 2022 · Rees

Jugendnetzwerk in Rees startet

Zusammenschluss der Jugendhäuser als Plattform für Anliegen der Kinder und Jugendlichen

REES. Nachdem im vergangenen Jahr die Forderung aus der Bevölkerung laut wurde, Kindern und Jugendlichen in Rees mehr Möglichkeiten zur Beteiligung am Geschehen in der Stadt zu geben, geht nun als Ergebnis des weiteren Prozesses das Jugendnetzwerk Rees an den Start. Norman Gebbing-Koltsch, Leiter des „Remix“, hatte zuvor dem Ausschuss für Jugend und Sport ein Konzept für den Zusammenschluss der fünf Jugendhäuser im Stadtgebiet vorgestellt.

Zentraler Wunsch war, eine Anlaufstelle für den Nachwuchs zu schaffen, bevor er sich auf den Weg ins Rathaus machen. „Es ist in den vergangenen Jahren tatsächlich kaum vorgekommen, dass Kinder und Jugendliche mit ihren Anliegen ins Rathaus gekommen sind“, berichtet Stadtpressesprecher Jörn Franken. Doch sollte eine solche Anlaufstelle eben nicht nur zentral, also in Rees-Stadt liegen, sondern direkt in den Ortschaften, für die Jugendliche damit leicht und schnell erreichbar sein. „Dazu sind die Jugendhäuser ideal. Sie bestehen seit vielen Jahren und sind bei den Jugendlichen bekannt“, sagt Gebbing-Koltsch. So sollen „Remix“, „JiM“ Millingen, evangelisches Jugendhaus Haldern, K.O.T. Haldern und „Relaxx“ Mehr als Bindeglied zwischen Kindern und Jugendlichen auf der einen sowie Stadtverwaltung und Politik auf der anderen Seite agieren.

Die Mitarbeiter in den Jugendhäusern fungieren als Ansprechpartner für die Ideen, Wünsche und Anregungen der Kinder und Jugendlichen. „Wir filtern die Ideen vor, können sie vielleicht auch weiterentwickeln oder daraus neue Angebote schaffen“, sagt Gebbing-Koltsch. „Bei größeren Ideen wenden wir uns dann an die Verwaltung.“ Er sieht hier eine „einfache Möglichkeit der Teilhabe für Kinder und Jugendliche“.

Themen, die den Nachwuchs in Rees und den Ortschaften beschäftigen, gibt es einige, darunter neue Bewegungsplätze und die Mobilität. „Generell müssen Kinder heute mehr gefahren werden, nicht nur zur Schule“, weiß Hanni Peters vom K.O.T. Haldern. „Mobilität ist ein schwieriges Thema“, bestätigt Gebbing-Koltsch, „für die Kinder und Jugendlichen ist es nicht leicht, zu Veranstaltungen in anderen Ortschaften zu kommen.“

Ein weiterer Baustein ist die neue Internet-Seite www.jugendnetzwerk-rees.de, die auch in den sozialen Medien vertreten ist. Hier finden sich nicht nur die Kontakte zu den Jugendhäusern und zum neuen Netzwerk. Auch ein Veranstaltungskalender soll integriert werden. „So können sich zum Beispiel Eltern auf einen Blick über Ferienangebote und Ferienfreizeiten informieren“, sagt Peters. Denn viele dieser Angebote aus den einzelnen Ortschaften seien offen für alle interessierten Kinder und Jugendliche. „Auch Vereine können sich hier melden, um ihre Angebote zu bewerben“, ergänzt Gebbing-Koltsch und hofft damit auf eine „Vernetzung auch über die Jugendhäuser hinaus.

Um sich der Reeser Bevölkerung zu präsentieren, ist das neue Jugendnetzwerk am morgigen Sonntag auch mit einem Stand auf dem Familientag im Rahmen der Reeser Wiesenkultur an der Bergswicker Straße vertreten. „Wenn jemand Ideen hat, werden wir diese gerne dann schon sammeln“, kündigt Gebbing-Koltsch an. Jörn Franken ergänzt abschließend: „Viele Ideen sind bislang vielleicht im Verborgenen geblieben und kommen jetzt, durch das neue Netzwerk, erst ans Licht.“

Michael Bühs

Die Leiter der Jugendhäuser: Norman Gebbing-Koltsch (Remix), Hanni Peters (K.O.T. Haldern), Beatrix Kruse (Relaxx Mehr) und Benedikt Kosel (evangelisches Jugendhaus Haldern, v. l.). NN-Foto: MB