Die Grünen Ortsgruppen-Vorständen aus Xanten, Alpen, Rheinberg, Sonsbeck, Kamp-Lintfort und Voerde haben ihren Landtagskandidaten gewählt. Foto: Grüne
1. Juni 2026 · Niederrhein

Juan Marco Polifka Avila ist grüner Landtagskandidat für den Wahlkreis Wesel II

Pragmatisch, sozial, von hier für hier

KREIS WESEL. Die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen hatten ihre Aufstellungsversammlung für den Landtagskandidaten im Wahlkreis Wesel II. Dort wurde Juan Marco Polifka Avila einstimmig zum Kandidaten für die kommende Landtagswahl gewählt, wie die Partei mitteilt. Der 24-jährige Xantener tritt damit für Xanten, Alpen, Rheinberg, Sonsbeck, Voerde und Kamp-Lintfort an. Mit einem klaren Profil als Eisenbahner und überzeugter Gewerkschafter setze er auf eine pragmatische, sozialverträgliche Klimapolitik und eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität am Niederrhein.

Als jemand, der selbst aus dem Schichtdienst kommt, kenne Polifka Avila die alltäglichen Herausforderungen der Pendlerinnen und Pendler genau. Sein verkehrspolitischer Fokus liege daher auf einem massiven Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs. Insbesondere die RB31 solle wieder zur Lebensader der Region werden. Dabei sei es ihm ein zentrales Anliegen, den ländlichen Raum nicht aus den Augen zu verlieren. „Ich kenne die Lebensrealität am Niederrhein. Es bringt nichts, das Auto zu verteufeln, wenn es keine Alternativen gibt, aber unsere Aufgabe ist es, eben diese zu schaffen“, betont der frisch gewählte Kandidat. Grüne Politik bedeute für ihn nicht, dass die Menschen sich Sorgen machen müssen, ob sie sich die Tankfüllung für den Weg zur Arbeit leisten können, sondern dass der Bus vor der Haustür verlässlich und in einem engen Takt fahre. Ziel müsse es sein, den Menschen eine echte Wahlfreiheit zwischen ÖPNV, Rad und PKW zu geben und Angebote zu schaffen, die im Alltag und auch in den Dörfern tatsächlich funktionieren.

Diesen pragmatischen Ansatz überträgt der 24-Jährige auch auf den Klimaschutz, der für ihn untrennbar mit sozialer Sicherheit verbunden ist. Er trete an, um dem Imageproblem seiner Partei aktiv entgegenzuwirken und den sozialen Aspekt der Transformation in den Vordergrund zu rücken. Klimaschutz dürfe nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen werden. Es dürfe nicht sein, so der Kandidat, dass man abends am Küchentisch sitze und sich Sorgen machen müsse, wie die neue Heizung bezahlt werden soll. Vielmehr sei er davon überzeugt: „Wenn Nordrhein-Westfalen bei den erneuerbaren Energien souveräner und unabhängiger wird, werden langfristig auch die Stromrechnungen und Lebenshaltungskosten sinken.“ Auf diesem Weg gelte es, die Menschen verständnisvoll mitzunehmen und auch die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen.

Ein weiteres Kernthema, das Polifka Avila aus seiner eigenen Biografie ableitet, ist die Chancengerechtigkeit in der Bildung. Aus seiner Schulzeit im Ruhrgebiet weiß er aus erster Hand, wie stark der Stadtteil und die besuchte Grundschule über den späteren Bildungs- und Berufsweg entscheiden können. Er kritisiert, dass die Postleitzahl über die Zukunftschancen eines Kindes entscheide, und fordert eine Bildungspolitik, die in Nordrhein-Westfalen echte Chancengerechtigkeit von Anfang an garantiert.

Auch bei den spezifischen regionalen Themen des Niederrheins bezieht der grüne Kandidat unmissverständlich Stellung. Da er selbst in einem Haus an der Abbaukante des Salzbergbaus in Xanten lebe, kenne er die drohenden Gefahren für Eigentümer aus eigener Erfahrung. Er fordert daher die Einrichtung eines langfristigen und verlässlichen Fonds – analog zum Steinkohlebergbau –, aus dem zukünftige Bergschäden an Wohnhäusern unbürokratisch repariert werden können. Darüber hinaus positioniert er sich entschieden gegen den weiteren ungebremsten Kiesabbau, der die niederrheinische Landschaft nachhaltig zerstöre. „Der Niederrhein ist unser Zuhause und eine wunderschöne Region, die wir nicht Stück für Stück abbaggern und ausverkaufen dürfen“, macht Polifka Avila deutlich. „Ich liebe unsere Region und sehe es als unsere absolute Pflicht an, diese Lebensqualität zu schützen und für kommende Generationen zu bewahren.“ Gleichzeitig reicht er der regionalen Wirtschaft und insbesondere der Landwirtschaft die Hand, die er als wichtigen Partner für Natur und Gesellschaft stärken möchte. Abgerundet werde sein politisches Programm durch die nachdrückliche Forderung nach einer besseren Unterstützung des Ehrenamts, das für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Kommunen des Wahlkreises unverzichtbar sei.

„Ich möchte mit Herzblut für den Niederrhein kämpfen – pragmatisch, ehrlich und immer nah an den Menschen“, fasst Juan Marco Polifka Avila sein politisches Angebot abschließend zusammen.

Gratulation durch den Vorsitzenden des Ortsverbands Xanten Dr. Jo Becker (l.) und Juan Marco Polifka Avila (r.). Foto: Grüne

Gratulation durch den Vorsitzenden des Ortsverbands Xanten Dr. Jo Becker (l.) und Juan Marco Polifka Avila (r.). Foto: Grüne

Die Grünen Ortsgruppen-Vorständen aus Xanten, Alpen, Rheinberg, Sonsbeck, Kamp-Lintfort und Voerde haben ihren Landtagskandidaten gewählt. Foto: Grüne