Jeckes „Flüstern“ begeistert
Die Gocher Vrouwenpoort hatte wieder zu ihrem beliebten Format ins „Poorte Jäntje“ eingeladen
GOCH. „Flüstersitzung Thüss und Onderwäges“ ist das Motto der inzwischen im Gocher Karneval nicht mehr wegzudenkenden Flüstersitzungen der Vrouwenpoort. „Thüss“ – also zu Hause im Vereinslokal der Vrouwenpoort im „Poorte Jäntje“ – fand kürzlich die erste von drei Sitzungen statt.
Sitzungspräsident Heiner Terbuyken begrüßte die Narren pünktlich um 11.11 Uhr und nahm das Publikum mit seiner schwungvollen und humorvollen Art und mit einigen (natürlich geplanten) Versprechern mit auf eine fünfstündige karnevalistische Reise, wie immer ganz ohne Technik.
Eisbrecher war der sehr gut aufgelegt Michael „Hotta“ Tekath. Er sorgte mit seiner Bütt auf Platt für einen Lacher nach dem anderen. Mit Bedauern hat das Publikum am Ende der Bütte erfahren, dass er nach dieser Session in den karnevalistischen Ruhestand gehen möchte.
Bei den Flüstersitzungen wird der Gocher Miteinander-Karneval gelebt. So traten nach „Hotta“ zum Beispiel die glänzend aufgelegten Büttenredner und Ex-Prinzen Achim Verrieth von der 1. G.G.K. Rot-Weiß und Christian Rothgang vom KCC Goch auf. Auch Hans Miesen (bekannt von vielen Kolping Sitzungen) und der aus Kleve-Kellen angereiste Georg Jansen zeigten in der Bütt ihr Können und begeisterten das Publikum. Als Zwiegespräch traten das Mutter-/Tochter-Gespann Isi Velling und Greta Görtz auf. Beide hatten sich zum Casting für die „erste Gocher Weinkönigin“ angemeldet und boten hier einen harten Konkurrenzkampf.
Musikalisch aufgelockert wurde das Programm durch die Band „K6“, die – natürlich wie immer unplugged – den Saal nicht nur zum Mitsingen animierte, sondern zum Kochen brachte.
Der Höhepunkt war der Besuch des amtierenden Gocher Prinzenpaares von der IPK Pfalzdorf Volker I. (Merten) und Carina I. (Hoffmann). Sie kamen „mit alle Mann vorbei“ und zogen mit der Garde, den Funken und der musikalischen Begleitung ins bereits vollbesetzte „Poorte“ ein, das nun aus allen Nähten zu platzen drohte. Volker I. zeichnete neben dem Präsidenten auch Georg Jansen und Sascha Elsing mit seinem Prinzenorden aus und Carina I. würdigte mit ihrem Prinzessinnenorden den Ex-Prinzen und ehemaligen RZK-Präsidenten Peter Poell für seine Verdienste im Gocher Karneval.
Danach lief ein typisch Vrouwenpoort-Prinzenempfang ab, bei dem unter anderem 18 Funken in drei Etagen auf der zwei Quadratmeter großen Bühne standen. Zum Abschluss der Sitzung zog der Gocher Musikverein mit zunächst nur sechs Musikern ein und drehte den Saal noch einmal auf links. Denn es kam zu einem echten Musiker-Flashmob, als von allen Seiten noch weitere zwölf Musiker in den Saal strömten und von einer „Flüster“-Sitzung nun keine Rede mehr sein konnte. Zum Finale wurde mit allen gemeinsam traditionell die Vrouwenpoort-Hymne gesungen und die Sitzung anschließend vom Präsidenten geschlossen.
Mit Sitzungspräsident Heiner Terbuyken (2. v.r.) wurde fünf Stunden lang „geflüstert“ und gelacht. NN-Foto: Gerhard Seybert