„Jeck am Bölt“: Sommerparty in Emmerich geht weiter
Zweite Auflage des Sommer-Open-Air am 14. Juni rund ums Schützenhaus Kapaunenberg
EMMERICH. Für den Rückblick benötigt Annette Arntzen nur ein Wort: „Toll!“ Die Premiere von „Jeck am Bölt“ im Juni 2023 war für den Emmericher Karnevalsverein und seine Präsidentin ein voller Erfolg. Wetter, Atmosphäre, Stimmung, alles habe gestimmt, erzählt Arntzen: „Die Leute sind gekommen und haben sich bei uns bedankt“, erinnert sie sich. Kein Wunder also, dass trotz des großen organisatorischen Aufwandes – und auch der Kostenfragen – sich das EKV-Team für eine zweite Auflage entschieden hat. Diese findet am Samstag, 14. Juni, ab 18.30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) wieder rund um das Schützenhaus Kapaunenberg statt.
„Karnevalistisch angelehnt, aber keine Karnevalsfete“, hatte Robin Kodera vom EKV-Vorstand das Sommer-Open-Air vor zwei Jahren beschrieben. Und obwohl es Musik gibt, „ist es kein Konzert-Abend“, betont Annette Arntzen. Das Konzept ist voll aufgegangen, weshalb also etwas ändern? So gibt es wieder einen Mix aus Live-Musik, Speisen und Getränken – und vor allem vielen Gesprächen. „Viele Gäste haben uns gesagt, es sei wie ein Biwak gewesen“, erzählt Annette Arntzen. „Sie haben Leute getroffen, die sie seit Jahren nicht gesehen hatten.“
Für die passende Atmosphäre dreht das achtköpfige Vorbereitungsteam des EKV, das sich für die Auf- und Abbauarbeiten zu einer 52-köpfigen Gruppe ausweitet, an vielen – auch kleinen – Stellschrauben. Ein wesentlicher Punkt dabei: Stehtische. „Vor zwei Jahren wurde ich anfangs belächelt, dass ich darauf Wert gelegt habe“, erinnert sich Arntzen. Doch am Ende waren die 60 Stehtische in kürzester Zeit „ausgebucht“. Entsprechend gibt es diesmal noch einige mehr. Dazu erläutert Arntzen: „Die Leute kommen, um gesellig einen schönen Sommerabend im Park mit Musik, Speisen und Getränken zu verbringen. Die Stehtische sind dabei Anlaufpunkte, an denen man sich trifft und erzählt. Sie sind den Leuten wichtig, sie werden sogar reserviert. Und sie sind wichtig für die Gemütlichkeit.“ Daher werden alle Tische etwa mit Hussen, Blumen und Lichtern dekoriert – wie der ganze Garten, in dem es auch viele Sitzgelegenheiten gibt. Denn „alle sollen sich hier wohlfühlen“, betont Annette Arntzen.
Obwohl „Jeck am Bölt“ kein Konzert-Event ist, spielt die Musik eine wesentliche Rolle. Den Auftakt machen um 19 Uhr die Lokalmatadoren „Dörmakar“ aus Vrasselt, „unsere hiesige Karnevalsband“, sagt Arntzen. Weiter geht es um 20.30 Uhr mit „Oppa und die Schlagerenkel“, die ausgefallene Interpretationen deutschsprachiger Musik wie „Atemlos“, „1000 mal berührt“ und „Westerland“ spielen. Um 22 Uhr betritt mit „Klüngelköpp“ eine Band die Bühne, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 2003 einen Namen unter den kölschen Bands gemacht hat. „Die hatten wir schon vor zwei Jahren auf dem Zettel“, verrät Arntzen, „sie haben tolle Lieder im Repertoire.“ Zum Abschluss gibt es ab etwa 23.15 Uhr ein weiteres Heimspiel: „Maveric“ (Hülsmann) ist wieder mit dabei, kommt eigens für „Jeck am Bölt“ von Mallorca nach Emmerich. Nach seinem Auftritt legen die DJs Uli Mebus und Marco Kühnen auf, sie sorgen auch zwischendurch für Stimmung.
Die Pächter des Schützenhauses sorgen für eine große Getränke-Auswahl, zudem bietet „Leckerbock“ aus Gelsenkirchen besondere Liköre, auch mal in Kombination mit Slush Ice. Das Team von „Rock It“ aus Duisburg übernimmt das Catering mit einem Foodtruck, serviert Currywurst, Pommes und eine Veggie-Variante. „Das läuft erfahrungsgemäß am besten“, weiß Annette Arntzen. Für den süßen Abschluss sorgt der EKV selbst, an seinem Dessert-Stand gibt es frische Crêpes und Waffeln.
Für den Abend stehen die sanitären Einrichtungen des Schützenhauses zur Verfügung. Wer mit dem Fahrrad kommt, kann sein Rad auf einem abgesperrten Parkplatz sicher abstellen.
Ob mit der zweiten Auflage von „Jeck am Bölt“ nun endgültig eine neue Tradition beginnt, möchte Annette Arntzen noch ein wenig offen lassen. „Wir warten erst mal die Resonanz in diesem Jahr ab.“ Doch mit Blick auf einen möglichen Zwei-Jahres-Rhythmus sagt sie: „2027 haben wir vom EKV unser Elfjähriges – da schwebt uns schon etwas in dieser Richtung vor.“
Vorverkauf für „Jeck am Bölt“ läuft
Karten für „Jeck am Bölt“ am Samstag, 14. Juni, am Schützenhaus Kapaunenberg in Emmerich gibt es für 23 Euro im Online-Shop des EKV unter www.emmericher-karnevals-verein.de, bei allen Komitee-Mitgliedern des EKV sowie im Geschäft von Martina Fingerhut. Kunden der Volksbank Emmerich-Rees, die „Jeck am Bölt“ unterstützt, erhalten bei der Voba ein vergünstigtes Angebot.
Das achtköpfige Orga-Team des EKV steht hinter den Vorbereitungen von „Jeck am Bölt“ in Emmerich. Foto: EKV