Irmgard Marten (3.v.l.) wurde mit dem Gelderschen Draak ausgezeichnet: (v.l.) Lüllingens Ortsbürgermeisterin Julia Janßen; RP-Lokalchef Dirk Möwius, Patrick Tekock, Regionalleiter der Sparkasse Krefeld in Geldern, KKG-Präsident Markus Schaetzki und Bürgermeister Sven Kaiser.NN-Fotos: Theo Leie
8. Februar 2024 · Geldern

Irmgard Marten ist die neue Drachentochter

Der Geldersche Draak wurde am Altweibertag in Geldern verliehen

GELDERN. Am Altweibertag durfte die Preisträgerin des „Gelderschen Draak 2024“, Irmgard Marten, ihre Auszeichnung entgegennehmen. Dazu kamen zahlreiche Gäste und Karnevalsvereine aus Geldern und Umgebung im Gelderner Bürgerforum zusammen, um diesem besonderen Moment beizuwohnen und ihre Glückwünsche auszusprechen.

Seit weit mehr als 20 Jahren gibt es den Preis der Karnevals-Kultur-Gesellschaft (KKG) Geldern und der Sparkasse Krefeld. Parick Tekock, Regionalleiter der Sparkasse Krefeld in Geldern, betonte bei seiner Begrüßung: „Das Ehrenamt wird immer weniger und ist daher nicht selbstverständlich. Ich möchte jeden dazu aufrufen, sich die Zeit zu nehmen, sich zu engagieren.“ So wie Irmgard Marten. Die Lüllingerin engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich in der Gemeinde. Als „Zugezogene“ fühlte sich die gebürtige Wachtendonkerin von Anfang an wohl in Lüllingen. „Lüllingen heißt alle willkommen und die Menschen haben ein offenes Ohr“, sagt Irmgard Marten. „Ich fühle mich sehr geehrt, diesen Preis zu erhalten. Es ist schön, in diesem Rahmen geborgen zu sein. Ohne Engagement funktioniert es in einem Ort wie Lüllingen nicht, und es macht mir immer noch großen Spaß!“

Die 56-Jährige ist in einigen Projekten involviert. Als Mitglied des Gemeinderates kennt sie in Lüllingen fast jeder, aber bekannt machte sie vor allem ihre Arbeit mit Kindern. Alles begann mit der Leitung von Kindergruppenstunden, bis sie 2004 den „Lüllinger Jugendtreff“ gründete. Dieser besteht noch heute und soll ein sicherer Hafen für Heranwachsende sein. Julia Janßen, Ortsbürgermeisterin von Lüllingen, war selbst ein Kind des Jugendtreffs und spricht von ausschließlich positiven Erinnerungen, „Der Optimismus von Irmgard Marten ist ansteckend. So motiviert sie die Menschen, sich zu bewegen. Viele der Kinder engagieren sich später selbst in den zahlreichen Vereinen, die es gibt. Mit den Aktionen im Jugendtreff hilft Irmgard Marten den Jugendlichen auch bei Problemen und in schwierigen Zeiten.“ Zu Martens Engagement gehört auch ihre Mitgliedschaft in mehreren Ausschüssen, zum Beispiel im Lüllinger Ortsausschuss, und im Jugendhilfeausschuss.

Der Geldersche Draak wird traditionell am Altweiber-Donnerstag verliehen und ehrt Frauen, die sich engagieren, aber selten im Rampenlicht stehen. Mit dem Gelderschen Draak sollen sie in den Mittelpunkt gestellt und ihre Arbeit gewürdigt werden. Verbunden ist der Geldersche Draak mit einem Preisgeld von 500 Euro, das einem guten Zweck gespendet wird. Den Empfänger der Spende darf sich jede Drachentochter selbst aussuchen. Irmgard Marten möchte ihre 500 Euro an einen Verein spenden, der sich für die Integration von zugewanderten und geflüchteten Kindern und ihren Familien einsetzt. Dabei werden sie nicht nur bei bürokratischen Fragen unterstützt, sondern bekommen auch Hilfe im Erlernen der deutschen Sprache und bei der Vorbereitung auf die Schule.

Jacqueline Kurschatke
Die „Drachentöchter“ der vergangenen Jahre durften bei der Preisverleihung nicht fehlen. Sie gratulieren Irmgard Marten und hießen sie in ihren Reihen willkommen.

Die „Drachentöchter“ der vergangenen Jahre durften bei der Preisverleihung nicht fehlen. Sie gratulieren Irmgard Marten und hießen sie in ihren Reihen willkommen. Foto: Theo Leie NiederheinNachrichten

Irmgard Marten (3.v.l.) wurde mit dem Gelderschen Draak ausgezeichnet: (v.l.) Lüllingens Ortsbürgermeisterin Julia Janßen; RP-Lokalchef Dirk Möwius, Patrick Tekock, Regionalleiter der Sparkasse Krefeld in Geldern, KKG-Präsident Markus Schaetzki und Bürgermeister Sven Kaiser.NN-Fotos: Theo Leie