Der Kreis Klever Landrat Christoph Gerwers (5.v.r.) und Viktor Haase, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (l.) ehrten die Vertreter der erfolgreichen Unternehmen der ersten Runde ÖKOPROFIT® im Kreis Kleve. Die Mitglieder des Beirats gratulierten.Foto: © Kreis Kleve/mvo
3. Februar 2025 · Niederrhein

In jedem Betrieb schlummern noch Einsparpotenziale

Erste Runde der bundesweiten Aktion ÖKOPROFIT® mit Urkundenübergabe beendet

KREIS KLEVE. 640 Kubikmeter Wasser, 31 Tonnen Abfall, 4,8 Millionen Kilowattstunden Energie sowie 1.600 Tonnen CO2: Das ist dasErgebnis der ersten Runde ÖKOPROFIT® im Kreis Kleve. Jetzt ist der einjährige Projektzeitraum abgeschlossen. Neun Unternehmen und Institutionen unterschiedlicher Branchen aus dem Kreisgebiet haben insgesamt 77 Maßnahmen geplant und zu großen Teilen umgesetzt.

Denn neben dem Nutzen für Klima und Umwelt verzeichnen die neun teilnehmenden Unternehmen auch finanzielle Einsparungen bei den Betriebskosten von zusammen mehr als 400.000 Euro. „ÖKOPROFIT® zeigt, dass in jedem Betrieb Einsparpotenziale schlummern“, sagte Landrat Christoph Gerwers bei der Übergabe der Urkunden im Klever Kreishaus. „Vor allem machen Sie aber alle mit dem eingeschlagenen Weg Ihr Unternehmen handlungsfähig für die Zukunft, in der eine nachhaltige Produktion ein immer stärkerer Wettbewerbsvorteil sein wird.“ Die Arbeitsgemeinschaft (AG) Klima des Kreises Kleve hat die Premiere von ÖKOPROFIT® im Kreisgebiet gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve organisiert. „Ich freue mich sehr, dass wir in Zusammenarbeit mit der AG Klima des Kreises Kleve das Projekt ÖKOPROFIT® bei uns einführen und erfolgreich zum Abschluss bringen konnten“, sagt Brigitte Jansen, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve. „Die erarbeiteten Maßnahmen kommen nicht nur der Umwelt zugute, sondern helfen den beteiligten Firmen auch, Kosten einzusparen und nachhaltiger zu werden. Unternehmer erhalten passgenaue Lösungen für ihren Betrieb und profitieren vom Erfahrungsaustausch im Rahmen des Projektes. Insofern bin ich als Wirtschaftsförderin überzeugt, dass ÖKOPROFIT® ein großer Gewinn für die Firmen und den Kreis Kleve ist.“ Für ihr Engagement erhielten die Firmenvertreter von Viktor Haase, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, die Urkunden mit der ÖKOPROFIT®-Auszeichnung. Das Land NRW fördert ÖKOPROFIT®-Projekte vor Ort finanziell. Mit der Auszeichnung können die Betriebe künftig werben und insbesondere bei Vergabeverfahren ein überzeugendes Argument für die Firma bieten. Die Bandbreite der Maßnahmen ist dabei ebenso weit gefächert wie die Geschäftsfelder der teilnehmenden Firmen und Institutionen. Manche Maßnahmen sind generelle Schritte, um den Energieverbrauch und die -kosten zu senken – etwa die Installation einer Photovoltaikanlage, Infrastruktur für E-Mobilität zu schaffen oder Wärme-Thermostate individuell zu steuern. Andere Maßnahmen sind speziell auf das Unternehmen zugeschnitten. Einige Beispiele: Die DHG Vertriebs- & Consultinggesellschaft aus Wachtendonk hat ein Treibhausgas-Projekt initiiert, mit dem die Emissionen bei der Holzkohle-Produktionskette gesenkt werden. Die FLUXANA aus Bedburg-Hau produziert hingegen Kunststoffgefäße künftig in Deutschland anstatt im Ausland. Die L.N. Schaffrath aus Geldern trocknet ihre Druckerzeugnisse nun mit energiesparendem LED-Licht anstatt der Wärmestrahlung aus einer Gastherme.

Der Kreis Klever Landrat Christoph Gerwers (5.v.r.) und Viktor Haase, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (l.) ehrten die Vertreter der erfolgreichen Unternehmen der ersten Runde ÖKOPROFIT® im Kreis Kleve. Die Mitglieder des Beirats gratulierten.Foto: © Kreis Kleve/mvo