IHK: Erste Entlastung für Wirtschaft und Pendler
Senkung der Energiesteuern auf Diesel und Benzin
NIEDERRHEIN. Die Bundesregierung hat angekündigt, die Energiesteuern auf Benzin und Diesel um 17 Cent pro Liter für zwei Monate zu senken. „Das ist ein wichtiger erster Schritt, um Unternehmen und Verbraucher kurzfristig zu entlasten“, lobt Fabian Griewel, Teamleiter Verkehr bei der Niederrheinischen IHK. Die wirtschaftliche Lage bleibe weiter angespannt.
„Energiesteuern zu senken ist ein richtiger und notwendiger Schritt. Das verschafft insbesondere der Transport- und Logistikbranche kurzfristig Luft. Sie leidet unter den massiv gestiegenen Kraftstoffkosten besonders. Beim Diesel wird damit der Spielraum bei der Energiesteuer vollständig ausgeschöpft“, erklärt Fabian Griewel, Verkehrs- und Logistikexperte der Niederrheinischen IHK.
Zugleich hebt die IHK die gesamtwirtschaftliche Wirkung hervor: „Von der Entlastung profitieren auch viele Pendler. Wenn der Weg zur Arbeit wieder bezahlbarer wird, bleibt mehr Geld für andere Ausgaben – etwa im Einzelhandel oder in der Gastronomie. Das wirkt sich positiv auf unsere Wirtschaft aus.“ Mit Blick auf die zeitliche Befristung sieht die IHK weiteren Handlungsbedarf. „Die Maßnahme ist zunächst auf zwei Monate angelegt. Mit Blick auf die internationalen Beziehungen und Krisen ist entscheidend, dass die Bundesregierung prüft, ob eine Verlängerung notwendig ist. Unsere Betriebe brauchen Verlässlichkeit und Planungssicherheit.“
Für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung braucht es aus Sicht der IHK zusätzlich strukturelle Maßnahmen. „Neben wettbewerbsfähigen Energiepreisen sind vor allem schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren und eine grundlegende Reform der Unternehmenssteuer entscheidend. Nur so schafft die Politik ein Umfeld, in dem Betriebe wachsen und investieren können“, so Griewel.
Fabian Griewel, Verkehrs- und Logistikexperte der Niederrheinischen IHK. Foto: Foto: DBT_Stella von Saldern