Igelrevier am Hochbehälter Rheurdt ist offiziell eröffnet
Gemeinsame Aktion von WVN, VfGuH und Igel-Expertin
Auf der Suche nach dem idealen Standort wurde man schnell fündig: Das Gelände am Wasserspeicher auf dem Saelhuyser Berg, dessen Eigentümer der Wasserverbund Niederrhein (WVN) ist, schien perfekt. Die Geschäftsleitung des WVN war von dem Igel-Projekt sofort begeistert und gerne bereit, neben Grund und Boden auch noch Übernachtungs- und Nahrungsangebote zur Verfügung zu stellen. Daher wurde zwischen Gebüsch und totem Holz nicht nur ein natürlicher Lebensbereich geschaffen, sondern auch Igelhäuser aufgestellt. Diese bieten den stacheligen Tieren Schutz vor Kälte und zukünftig eine sichere Möglichkeit zum Überwintern.
Da das Nahrungsangebot im Winter deutlich knapper wird, steht künftig auch ein Futterhaus zur Verfügung. Sind die Igel aus dem Winterschlaf erwacht, wird das Igelrevier über das Jahr dazu dienen, um aufgepäppelte Igel zurück in die Natur zu entlassen. Es bietet ihnen einen geschützten Lebensraum für die ersten Wochen und einen sicheren Zufluchtsort. „Ein weiterer Meilenstein am Wandelweg der Artenvielfalt und eine großartige Ergänzung unseres mit dem WVN realisierten Projektes „Guckloch der Heimatgeschichte“, sagt Michael Sonfeld freudig über die weitere Zusammenarbeit mit dem Wasserversorger.
„Sauberes Wasser ist auch von der biologischen Vielfalt abhängig. Die Gefährdung des Igels steht stellvertretend für die Bedrohung unserer heimischen Tiere und damit den Verlust der Artenvielfalt. Deshalb unterstützen wir sehr gerne die Arbeit von Natur- und Umweltfreunden“, meint Geschäftsführer Sascha Merz.
Igelexpertin Bianca Kettler, die bei sich daheim Igel aufpäppelt, klärt auf: „Immer häufiger findet man unterkühlte, entkräftete oder sogar kranke Tiere, weil ihr natürliches Futterangebot beständig abnimmt. Die Gärten sind einfach zu aufgeräumt. Ich freue mich, dass im neuen Igelrevier gesund gepflegte Tiere wieder zurück in die Natur finden“.
Wer mehr über den kleinen stacheligen Insektenfresser erfahren will, muss nur auf die Infotafel schauen, die sich am Zaun des Geländes befindet.
Das Igelrevier bietet den Tieren nun ein vorübergehendes Zuhause. Foto: privat