Ideenschmiede für die Region
Lei.La-Regionalforum 2025 am Donnerstag, 3. Juli, im Forum des Schulzentrums der Stadt Straelen
GELDERLAND. „Gutes entsteht da, wo Menschen sich begegnen!“ Da sind sich die Verantwortlichen der Leader-Region „Leistende Landschaft“ (Lei.La) einig. Um diese Begegnungen zwischen den Macher:innen aus Kevelaer, Geldern, Straelen und Nettetal zu ermöglichen, laden Vorstand, Bürgermeister und Regionalmanagement ein zum „Lei.La“-Regionalforum 2025 am Donnerstag, 3. Juli um 17 Uhr ins Forum des Schulzentrums der Stadt Straelen.
Leader lebt von den Ideen und vom Engagement der Menschen in der Region und von deren Zusammenwirken für die lebenswerte und zukunftsfähige Entwicklung vor der eigenen Haustür. Leader ist mehr als die einzelnen Projekte. Die Frage, worin dieser Mehrwert liegt, steht im Fokus eines Podiumsgespräches zum Auftakt der Veranstaltung. Auf dem Podium: Bernd Kuse (Lei.La-Vorsitzender und Bürgermeister von Straelen), Christian Küsters (Bürgermeister von Nettetal), Sven Kaiser (Bürgermeister von Geldern) und Dr. Dominik Pichler (Bürgermeister von Kevelaer). Moderiert wird das Regionalforum von Andrea Franken.
Richtungsgebend für die laufende Projektentwicklung und das Regionalforum sind die drei Handlungsfelder der Leader-Region: Handlungsfeld 1 „Lebendige Orte, soziale Gemeinschaft und Kultur“ zielt unter anderem darauf das Zusammenleben positiv zu gestalten, entsprechende Infrastrukturen zu erhalten oder neu zu schaffen. Handlungsfeld 2 „Regionale Wirtschaft, Wertschöpfung und Ernährung“ macht Projekte zur Fachkräfteentwicklung möglich, nimmt aber auch Tourismus sowie regionale Produktion und Weiterverarbeitung von Lebensmitteln in den Blick. Im Handlungsfeld 3 „Natürliche Ressourcen, Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit“ ist es beispielsweise möglich Projekte zum Schutz und zur Förderung von besonderen Biotopen in der Kulturlandschaft zu entwickeln, sowie Wissenstransfer und Sensibilisierung im Sinne einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung zu stärken.
Orientiert an diesen Schwerpunktthemen befasst sich das Programm des Lei.La-Regionalforums mit folgenden Fragen: Was wurde schon erreicht? Woran lässt sich anknüpfen? Welche Ideen gibt es aus anderen Regionen? Was könnten neue Ideen für die Region sein? Wie kommen wir vom „Wollen“ zum „Machen“? Eingeladen sind alle ehren- und hauptamtlichen Ideengeber, Anpacker, Entscheider und Mitdenker aus Kevelaer, Geldern, Nettetal und Straelen. Neben dem Podiumsgespräch mit den Bürgermeistern der Lei.La-Kommunen erwartet die Teilnehmenden ein Markt der Möglichkeiten mit wertvollen Impulsen von gelungenen
regionalen und überregionalen Projekten aus allen Handlungsfeldern sowie Infos zu Fördermöglichkeiten und praktisches Handwerkszeug für Projekt-Macher. Daneben kommt Zeit zum Kennenlernen und Ideenaustausch nicht zu kurz.
Das Lei.La-Regionalforum 2025 findet im Forum des Schulzentrums Straelen am Donnerstag, 3. Juli, in der Zeit von 17 bis 20 Uhr statt, der Einlass ist ab 16.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich, da die Plätze begrenzt sind. Die Anmeldung sollte bis zum 26. Juni auf www.leader-leila.de/regionalforum-2025/ erfolgen.
Leader-Region in Bewegung
Die Leader-Region ist in Bewegung. Dank vieler guter Ideen und aktiver Mitwirkung zahlreicher Ehrenamtler und Hauptamtler in Vereinen, Kommunen und Organisationen, konnten bereits zahlreiche Projekte mit der Förderung realisiert und neue Ideen auf den Weg gebracht werden. „Jobkick Niederrhein“, „Jobsurfing Niederrhein“, die Skateparks in Nettetal und Kevelaer, die „Alte Schule Lüllingen“, der Lebens- und Sinnesgarten nach Kneipp an der Gelderlandklinik und die Agri-Fun-Route in Straelen sind nur eine kleine Auswahl an Beispielen, die es zu erweitern gilt. In den Startlöchern steht aktuell zum Beispiel der „Knoasehoff“ in Wetten. In der laufenden Förderphase sind rund 50 % der Mittel bereits in konkreten Planungen gebunden. Viele Ideen sind also schon auf dem Weg und immer wieder entstehen neue gute Ansätze. Um diesen Prozess gemeinsam weiter zu stärken, veranstaltet die Region jetzt – kurz vor der Halbzeit der Förderphase
– ihr nächstes Regionalforum. Ein Format, dass zuletzt 2022 in Pont auf breites Interesse stieß und neue Kontakte zwischen Engagierten entstehen ließ. Und genau das ist das Ziel von Leader.
Aber was heißt eigentlich Leader? Für die in dem Fall passende Übersetzung ist nicht die englische Bedeutung ausschlaggebend, die Wortmarke des Förderprogramms leitet sich ab vom französischen Satz „Liaison Entre Actions de Dévelopement de l’Économie Rurale“ und steht frei übersetzt für die „Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“.
Die Kommunen Geldern, Kevelaer, Straelen und Nettetal bilden seit 2016 gemeinsam die Leader-Region „Leistende Landschaft“ („Lei.La“). 2022 konnten die vier Kommunen sich erfolgreich erneut für die LeaderFörderung bewerben und verfügen somit seit 2023 über ein neues Förderbudget von 3,1 Mio Euro. „Lei.La“ ist eine von 45 Regionen in NRW, die von dieser besonderen EU-Förderung profitieren können. Besonders ist das Förderprogramm deswegen, weil vor Ort entschieden wird, wofür das Geld konkret eingesetzt wird. Dazu werden die eingereichten Projekte von einem interdisziplinär zusammengesetzten Projektauswahlgremium beraten und bewertet. Das Regionalmanagement unterstützt Menschen mit Ideen bei der Entwicklung ihrer Projekte. Weiterführende Informationen und den Kontakt zum Regionalmanagement gibt es auf www.leader-leila.de.
Beim Regionalforum in Pont 2022 wurden aktiv zu neuen Projektideen für die Region diskutiert. Die Leader-Region bringt Engagierte aus Nettetal, Straelen, Geldern und Kevelaer zusammen.Foto: privat