Die Teilnehmer der Planungswerkstatt konnten mithilfe von Luftbildern ihre Ideen für den Boeckelter Weg einbringen.Foto: Stadt Geldern/Terhorst
11. November 2025 · Geldern

Ideen für den Boeckelter Weg

Stadt Geldern und Bürger arbeiten gemeinsam an einer Umgestaltung der Straße

GELDERN. Die Stadt Geldern bereitet derzeit die Neugestaltung des Boeckelter Wegs vor, die für das Jahr 2027 geplant ist. Nach einer Informationsveranstaltung im Sommer dieses Jahres organisierte die Stadt Geldern nun eine Planungswerkstatt, an der sich rund 35 Teilnehmer beteiligten, darunter Bürger, Mitglieder der Initiative „Boeckelter Weg“, Experten sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung.

Ziel der Veranstaltung war die gemeinsame Festlegung zentraler Rahmenbedingungen für die weitere Ausbauplanung, um eine bedarfsgerechte und zukunftsfähige Lösung für die Straße zu erarbeiten. Gleich zu Beginn stellte der erste Beigeordnete Tim van Hees-Clanzett die grundlegenden Aspekte der Umgestaltung vor: „Wir möchten die Straße baulich erneuern und dabei einen starken Fokus auf die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden legen.“ Dazu zähle unter anderem die Reduzierung des Tempos auf 30 Stundenkilometer, sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger, ein sicheres Angebot für Radfahrende und die Schaffung von Barrierefreiheit. „Darüber hinaus möchten wir die Aufenthaltsqualität verbessern, indem wir Lärm und Schadstoffe reduzieren und gleichzeitig die Straße mehr begrünen“, ergänzte van Hees-Clanzett.

Wie diese Punkte am besten umgesetzt werden können, war Bestandteil des Workshops. Dazu konnten die Teilnehmer in kleinen Gruppen mithilfe einer Luftbildaufnahme verschiedene Elemente auf der Straße platzieren und so ihre Ideen einbringen. Im nächsten Schritt werden die Anregungen ausgewertet und für den weiteren Planungsprozess aufbereitet.

Kontrovers wurde über die Möglichkeiten diskutiert, wie der Durchgangsverkehr reduziert werden kann, zum Beispiel durch die Einrichtung einer Einbahnstraße. Weitere Themen umfassten mehr Baumstandorte, Querungsmöglichkeiten, Aufenthaltsqualität und Parkplätze. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Nahmobilität weiter gestärkt werden soll, insbesondere auch mit Blick auf die Verkehrssicherheit. „Der Workshop war sehr effizient und es herrschte eine wertschätzende Atmosphäre, die zu guten Diskussionen beigetragen hat“, resümiert Janine Segref, Leiterin des Bereichs Umwelt, Klima, Mobilität der Stadt Geldern. „Wir stehen aktuell jedoch vor der Herausforderung, dass eine Straßenbreite von lediglich zwölf Metern leider nicht alle Wünsche in der Gänze erfüllen kann“, so Segref. „Aber wir versuchen, aus dem Platz das Beste herauszuholen und eine Lösung zu finden, mit der alle hoffentlich gut leben können.“ Jeanette Statetzny-Scholten vom Bereich Tiefbau der Stadt Geldern betont zudem, dass auch die Nebenstraßen des Boeckelter Wegs und die unterschiedlichen Institutionen als Anlieger in der Planung verkehrlich berücksichtigt werden: „Die Planung soll auch diesen unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden.“ Starten soll die Umgestaltung im Jahr 2027. Die Baumaßnahme wird in verschiedenen Bauabschnitten durchgeführt und etwa ein Jahr dauern.

Um den Workshop möglichst produktiv zu gestalten, wurde die Stadt Geldern von der Planersocietät Dortmund, dem Ingenieurbüro Angenvoort & Barth und Stephan Kreth von der NIAG unterstützt. Als Vertreter des ADFC nahm Eckehard Lüdtke teil. Zudem war auch André Bardoun, Leiter der Gelderner Feuerwehr, vor Ort, da der Boeckelter Weg einen zentralen Einsatzweg für die Löscheinheit Geldern-Mitte darstellt.

Im Frühjahr des kommenden Jahres soll mit dem gleichen Personenkreis eine zweite Planungswerkstatt stattfinden, in der die Anregungen und Wünsche der Teilnehmenden weiter bearbeitet werden.

Die Teilnehmer der Planungswerkstatt konnten mithilfe von Luftbildern ihre Ideen für den Boeckelter Weg einbringen. Foto: Stadt Geldern/Terhorst