Martin Kepser aus Nütterden möchte Bürgermeister werden. NN-Foto: Rüdiger Dehnen
22. August 2025 · Kranenburg

„Ich bringe frische Perspektiven mit“

Martin Kepser tritt bei der Kommunalwahl am 14. September als Bürgermeister-Kandidat für die CDU an

KRANENBURG. Klare Worte, ehrliche und transparente Entscheidungen und vollen Einsatz verspricht Martin Kepser seinen Wählern. Der 58-Jährige möchte in die Fußstapfen von Ferdi Böhmer treten und geht bei der Kommunalwahl am 14. September als Bürgermeister-Kandidat für die CDU an den Start. Mit Blick auf drei Mitbewerber rechnet er zwar mit einer Stichwahl, würde es aber auch gern gleich im ersten Anlauf schaffen. „Das Bürgermeisteramt ist eine Herausforderung, auf die ich mich freuen würde“, sagt der gebürtige Klever, der mit seiner Frau und drei Söhnen seit knapp drei Jahrzehnten in Nütterden lebt.

Eines kann man schon mal festhalten: Langweilig wird es bei Martin Kepser nicht. Nach Abitur, Wehrdienst und Musikstudium hat er beruflich viele Erfahrungen gesammelt, als gelernter Versicherungskaufmann und Baufinanzierungs-Berater sowie als Mitgründer und Vorstand einer AG für den Internet Kunsthandel. Seit 2012 arbeitet Kepser als selbstständiger Handelsvertreter für ein Weezer Unternehmen, das mit technischen Kunststoffen handelt. Politisch geprägt haben ihn die späten 1970er und die 1980er Jahre. Nato-Doppelbeschluss, Anti-Atomkraft-Bewegung, Kalter Krieg... „In meiner Jugend war viel los und natürlich hat man da auch angefangen, sich für Politik zu interessieren“, blickt er zurück. 2008 trat er in die CDU ein und engagierte sich im Ortsverband. Von 2009 bis 2014 war er Mitglied im Gemeinderat. Dann musste er allerdings vorübergehend die Reißleine ziehen. „Mit drei schulpflichtigen Kindern und einer berufstätigen Frau wurde es für mich schlichtweg zu zeitaufwändig“, sagt er. Schließlich war er auch als Chorleiter (26 Jahre hat er unter anderem den Kirchenchor Nütterden geleitet) aktiv, stand (und steht) selbst als Saxophonist auf der Bühne und war 15 Jahre lang Vorstandsmitglied im Förderverein der Grundschule. Ach ja, Tischtennis und Tennis spielt er auch gern. Im Hause Kepser ist durchaus einiges los. Missen möchte er die Zeit im Rat dennoch nicht. „Damals wurden wichtige Weichen für die Entwicklung der Gemeinde gestellt, die Sportanlagen-Planung zum Beispiel“, sagt er. Und: „Es ist schön zu sehen, was am Ende dabei herauskommt, wenn sich alle an einen Tisch setzen und vernünftig miteinander reden.“

Aktuell sieht er die Gemeinde Kranenburg gut aufgestellt. Und das für alle Generationen. Im Blick behalten will er die zum Teil angespannte Verkehrssituation (Stichwort: Grenzverkehr), Entlastung sei hier angezeigt. Auch Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind wichtige Themen für ihn. Er selbst fährt elektrisch („das ist schon ein gutes Gefühl, wenn man mit der eigenen Sonnenenergie tankt“) und hält Hühner im Garten. Überhaupt: „Kranenburg ist eine ländliche Gemeinde – das zeichnet uns auch aus.“ Um so wichtiger sei es, bei allem Bestreben die Landwirtschaft zu stärken. Was ihm ebenfalls am Herzen liegt: „Kultur!“ Hier sieht er mit dem auf Vordermann gebrachten Bürgerhaus großes Potential für die Gemeinde. 2008 war es Alt-Bürgermeister Günter Steins, der ihm ein Engagement in der Politik nahegelegt hat. Diesmal war es Ferdi Böhmer. „Ich war im ersten Moment natürlich überrascht, als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte, zu kandidieren“, so Kepser. Da habe er einige Zeit überlegen müssen – auch gemeinsam mit der Familie, bis er sich ganz sicher war, dass er die Verantwortung übernehmen will und kann. In einer Verwaltung hat er bisher noch keine Erfahrungen gesammelt, habe aber großes Vertrauen in das Rathaus-Team. „Ich bringe frische Perspektiven mit, kann zuhören, moderieren und Entscheidungen durchsetzen“, ist er überzeugt.

Und natürlich: Er mag Herausforderungen. Dennoch hat er Respekt vor dem Amt. „Von meinem Naturell her bin ich vielleicht eher zurückhaltend“, sagt er. „Aber als Musiker bin ich gewohnt, auf der Bühne zu stehen“. Kontaktscheu sei er überhaupt nicht und humorvoll eigentlich auch. Fest steht: „Ich würde mich wirklich freuen, wenn mir die Wähler ihr Vertrauen schenken.“

Martin Kepser aus Nütterden möchte Bürgermeister werden. NN-Foto: Rüdiger Dehnen