Hochkarätige Comedy bei der 18. Cinque-Sommernacht in Kleve
Unter anderem werden Ingrid Kühne, Ludger Kazmierczak, Miss Ally und Köbes Underground am 29. August dabei sein
KLEVE. Der Kleinkunstverein Cinque ist mittlerweile eine feste Institution in der Klever Kulturlandschaft – und weit darüber hinaus. Über 2500 Menschen aus nah und fern besuchen alle zwei Jahre die Cinque-Sommernacht, die im Wechsel mit dem Cinque-Spiegelzelt stattfindet. Die Allee, die zur Wiese hinter dem Tiergarten und damit zum Event führt, wird damit regelmäßig zur „Cinque Allee“ – so auch wieder am Samstag, 29. August, wenn der Kleinkunstverein aus Kleve zur mittlerweile 18. Cinque-Sommernacht einlädt.
Bereits 1989 wurde der Verein „Cinque – Kleinkunst in Kleve“ gegründet. Nur ein Jahr später folgte schon die erste „Cinque-Sommernacht“, die seither aus der Kreisstadt nicht mehr wegzudenken ist. Die ersten fünf Male fand sie noch im Innenhof der Schwanenburg statt. „Dann sind wir auf die Wiese hinter dem Tiergarten gezogen, weil der Innenhof der Schwanenburg für uns zu klein wurde“, erinnert sich Bruno Schmitz, der nicht nur einer der Gründungsmitglieder des Kleinkunstvereins, sondern bis heute auch einer der Hauptorganisatoren ist. Der Zuspruch sei einfach von Beginn an und bis heute groß gewesen. Während das Parookaville-Festival in Weeze für elektronische Tanzmusik stehe und das Haldern Pop Festival in Rees vor allem unbekannten Gruppierungen der Indie-Musik, Singer-Songwriter und des Folk-Rock und Pop eine Bühne gebe, so stehe die Cinque-Sommernacht für Kabarett, Comedy und eben Kleinkunst.
Das zehnköpfige Organisationsteam ist mit den Planungen der diesjährigen Cinque-Sommernacht bereits stark beschäftigt. Das Bühnenprogramm steht sogar schon. So wird Ludger Kazmierczak erneut die Moderation des Abends übernehmen. Der Klever Kabarettist und WDR-Redakteur, der in diesem Frühjahr sein neues Programm „An mir sollet nich‘ liegen!“ präsentiert, werde aber nicht nur die Künstler ankündigen, sondern auch selbst das ein oder andere erzählen.
Mit Ingrid Kühne steht am 29. August eine weitere Künstlerin vom Niederrhein auf der Bühne: Die Kabarettistin, die sich gerade von den Karnevalsbühnen verabschiedet hat, mit ihrem aktuellen Solo-Programm „Ja, aber ohne mich“ jedoch sehr erfolgreich durch Deutschland tourt, werde mit Auszügen aus eben jenem Solo-Programm „die Cinque-Sommernacht bereichern“, ist sich Schmitz sicher. Kühne begeistere mit ihrem Humor und ihrer Authentizität einfach das Publikum und spreche deshalb völlig zurecht regelmäßig in ausverkauften Sälen „mit viel Herz und einer guten Portion Ironie über alltägliche Themen, die jeder kennt“. Zudem bringe sie in ihren Programmen den typischen Charme und Witz ihrer Heimat auf die Bühne.
Mit der 35-jährigen humorvollen Singer-Songwriterin und Entertainerin „Miss Allie“ habe das Cinque-Team zudem eine Künstlerin gewinnen können, die auch die jüngere Generation nochmal explizit anspreche. Sie stehe mit ihrer Gitarre auf der Bühne und präsentiere eine „einzigartige Mischung aus modernem Liedermaching, charmantem Humor und scharfsinniger Sozialkritik“. Darüber hinaus agiere sie spontan und schlagfertig mit ihrem Publikum. Ein weiterer, visueller Comedy-Act „mit Power, Dynamik, Humor, Artistik und Musik“ habe seine Zusage darüber hinaus bereits gegeben. „Allerdings ist die Tinte noch nicht trocken“, sagt Schmitz, weshalb er noch nicht mehr verraten wolle. Wieder mit dabei sei jedoch die kultige Kölner Hauskapelle „Köbes Underground“, die auch aus der Kölner Stunksitzung bekannt ist und bereits bei der ersten Cinque-Sommernacht dabei war. „Sie ist eine feste Institution der Sommernacht und gehört fest dabei“, betont Schmitz. „Köbes Underground“ werde nicht nur in den Pausen des dreistündigen Programms spielen, sondern auch im Anschluss an das Programm bis in die Nacht auf der Bühne stehen, wenn die Fläche vor der Bühne bereits zur Tanzfläche geworden ist.
Der Kleinkunstverein plant auch in diesem Jahr wieder mit über 2000 Besuchern, die auf etwa 300 Bierzelt-Garnituren verteilt das Programm sowohl auf der Bühne als auch auf einer großen LED-Leinwand verfolgen können. Auch wenn das Wetter bei einer Open-Air-Veranstaltung immer eine unsichere Komponente sei, so sei es für den Kleinkunstverein dennoch enorm wichtig, dass mindestens 2000 Besucher kommen würden. Denn die Fixkosten, die so eine Veranstaltung inzwischen bedeuten würden, seien enorm gestiegen. „Vor zwei Jahren waren wir noch bei etwa 120.000 Euro, heute sind es etwa 150.000 Euro“, sagt Bernd Hoymann vom Kleinkunstverein. Grund dafür seien unter anderem gestiegene Mindestlöhne und höhere Kosten für Sicherheitsauflagen sowie allgemein gestiegene Ausgaben. Diese Summe sei nur zur Hälfte aus den Eintrittspreisen zu generieren. Die andere Hälfte müsse über Sponsoren und das Catering vor Ort gedeckt werden. So werde es am 29. August auch wieder ein Getränkeangebot mit Tischbedienung sowie ein zentralisiertes Essensangebot in Form von Streetfood/Fingerfood geben. Für die Tischbedienungen sucht das Cinque-Team noch ehrenamtliche Helfer, damit die Kosten in diesem Segment so gering wie möglich gehalten werden können. Interessierte können sich per E-Mail an info@cinque-kleve.de melden.
Karten für die Cinque-Sommernacht ab 39,50 Euro (ermäßigt ab 37,30 Euro) gibt es in Kleve bei der Buchhandlung Hintzen, Hagsche Straße 46-48 (Telefon 02821/26655), im Kulturbüro Niederrhein, Nimweger Straße 58 (Telefon 02821/24 16), sowie in Goch bei der Kultourbühne Goch, Markt 2 (Telefon 02823/320202), und auch in Emmerich im Theaterbüro, Grollscher Weg 6, (Telefon 02822/752000). Weitere Infos gibt es online unter www.Kulturbuero-Niederrhein.de oder www.cinque-kleve.de.
Das (nicht ganz komplette) Organisationsteam der Cinque-Sommernacht freut sich schon jetzt auf die Open-Air-Veranstaltung. NN-Foto: SP