Hitzewarner und „kühle Orte“
Schutz vor der Hitze: starke Wärmebelastung in Kleve erwartet
KLEVE. Nach einer kurzen kühleren Verschnaufpause prognostiziert der Deutsche Wetterdienst (DWD) für das Ende dieser Woche eine Warnung vor starker Wärmebelastung im Kreis Kleve. Bereits am frühen Vormittag könnten Temperaturen von bis zu 32 Grad erreicht werden. Der Schutz vor Hitze gewinnt damit wieder deutlich an Bedeutung.
Bereits im vergangenen Jahr hat die Stadt Kleve deshalb erstmals sogenannte Hitzewarner an Bürger ausgegeben. Dabei handelt es sich um kreisrunde Aufkleber mit einer thermochromen Folie. Diese wird bei Temperaturen über 28 Grad durchsichtig und gibt so einen gut sichtbaren Warnhinweis frei. Die Hitzewarner sind für den Einsatz in Innenräumen gedacht und sollen auf einfache und schnelle Weise anzeigen, wenn sich Räume kritisch aufheizen – insbesondere zum Schutz von Kindern, älteren Menschen und anderen besonders gefährdeten Personen. Die Hitzewarner können kostenlos bei der Klimaanpassungsmanagerin Merle Gemke per E-Mail an umwelt@kleve.de oder telefonisch unter 02821/ 84390 angefordert werden.
Darüber hinaus stellt die Stadt Kleve seit vergangenem Jahr unter dem Link www.kleve.de/kuehle-orte eine digitale Karte „Kühle Orte“ zur Verfügung. „An heißen Sommertagen sind kühle Orte in der Stadt weit mehr als nur angenehme Aufenthaltsräume. Sie sind ein wichtiger Baustein für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Parks, schattige Plätze und begrünte Innenhöfe bieten Menschen die Möglichkeit, sich vor Hitzebelastung zu schützen. Angesichts zunehmender Hitzewellen durch den Klimawandel ist es unsere Aufgabe, solche Rückzugsorte zu erhalten, auszubauen und für alle Bürgerinnen und Bürger gut zugänglich zu machen“, so Gemke.
Zusätzlich liegen im Rathaus gedruckte Flyer mit einem Kartenausschnitt der digitalen Karte aus. Damit die Karte kontinuierlich wächst und aktuelles lokales Wissen berücksichtigt, sind Bürger eingeladen, neue kühle Orte vorzuschlagen. Unter beteiligung.nrw.de/k/1013582 können entsprechende Orte eingereicht werden. Welche öffentlichen Plätze bieten an heißen Tagen einen angenehmen Rückzugsort? Die Stadt Kleve freut sich über Ihre Hinweise und Beiträge.
Die Arbeit der Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Kleve wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen des Aktionsprogrammes Natürlicher Klimaschutz.
Kleves Klimaanpassungsmanagerin Merle Gemke präsentiert die Hitzewarner an einem kühlen Ort: dem Brunnen an der Ecke Kavarinerstraße und Große Straße. Foto: Stadt Kleve