„History through their Eyes“ in der Neuen Mitte
Ausstellung des Vereins Liberation Route NRW macht Geschichte begreifbar
KLEVE. In der Neuen Mitte in Kleve ist aktuell die Wanderausstellung „History through their Eyes“ des Vereins Liberation Route NRW zu sehen. Die Ausstellung umfasst zwölf Roll-Ups. Man findet sie im Erdgeschoss der Einkaufspassage.
Die Ausstellung erzählt die Geschichten von zwölf jungen Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern, die den Zweiten Weltkrieg als Zeitzeugen erlebt haben – als Widerstandskämpfer, Krankenschwester, Panzerfahrer oder als Kind. Allen gemeinsam ist, dass sie in einer Zeit extremer Gewalt, Unfreiheit und Unsicherheit schwere Entscheidungen treffen mussten, die ihr Leben nachhaltig veränderten. Über QR-Codes sind zusätzliche digitale Inhalte und vertiefende Biografien abrufbar. Dadurch wird die Ausstellung analog und digital miteinander verknüpft und niederschwellig zugänglich – nicht nur für junge Menschen und Schulklassen, sondern für eine breite Öffentlichkeit.
„History through their Eyes“ vermittelt Geschichte biografisch, multiperspektivisch und emotional zugänglich. Die persönlichen Lebensgeschichten zeigen eindrücklich, was geschieht, wenn Krieg, Diktatur, Gewalt sowie der Verlust von Freiheit und Demokratie Realität werden. Die Ausstellung macht historische Zusammenhänge begreifbar und fördert das Bewusstsein für die Bedeutung von Demokratie, Menschenrechten und europäischem Zusammenhalt Das Projekt „EYES – History through their Eyes“ wird durch das EU-Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ unterstützt und ist Teil der internationalen Bildungsarbeit der Liberation Route Europe.
Begleitend zur Ausstellung wirbt die Liberation Route NRW für die thematische Radtour Kleve–Kranenburg–Groesbeek, die Geschichte, Erinnerungskultur und regionale Bildungsarbeit miteinander verbindet. Die Route führt von Kleve über Kranenburg bis nach Groesbeek und durch den Reichswald zurück. Sie verknüpft neun Hörsteine, das Freiheitsmuseum Groesbeek sowie weitere historische Orte und Erinnerungsstätten in der Region. Die Tour kann über das Knotenpunktsystem geplant werden und macht Geschichte unmittelbar erlebbar – im öffentlichen Raum, an authentischen Orten und entlang realer historischer Spuren. In der Ausstellung werden stellvertretend für die neun Hörsteine vier Hörsteine aus Kleve inhaltlich vorgestellt. Sie stehen exemplarisch für das Gesamtkonzept der Route. Ausstellung und Radtour ergänzen sich inhaltlich und pädagogisch: Während die Ausstellung biografische Perspektiven auf den Krieg eröffnet, macht die Radtour Geschichte räumlich erfahrbar – direkt an den Orten, an denen sie stattgefunden hat. So entsteht ein niedrigschwelliger Zugang zu historisch-politischer Bildung, der Ausstellung, Stadtraum, digitale Inhalte und regionale Erinnerungskultur sinnvoll miteinander verbindet.
Werben für einen Besuch der Wanderausstellung: Martina Gellert (WTM) und Josef Gietemann (Liberation Route NRW). NN-Foto: hf