"Persönliche Beratung in der Apotheke zu Prävention und Inhalator-Anwendung, Foto: ABDA"
29. Mai 2026 · Niederrhein

Hilfe in der starken Pollensaison 2026

Apotheken unterstützen mit persönlicher Beratung und pharmazeutischen Dienstleistungen

KREIS KLEVE. Niesattacken im Büro, tränende Augen beim Sport im Freien oder Schlafprobleme in der Nacht: Die Pollensaison belastet Allergiker in diesem Jahr besonders stark. Experten beobachten eine außergewöhnlich hohe Belastung durch Birkenpollen sowie insgesamt eine deutlich erhöhte Pollenmenge in der Luft.

Nach aktuellen Einschätzungen fällt die Pollensaison etwa 15 bis 20 Prozent intensiver aus als in durchschnittlichen Jahren. Gleichzeitig beginnt der Pollenflug zunehmend früher und dauert länger an. Für viele Betroffene bedeutet das spürbare Einschränkungen im Alltag, Berufsleben und in der Freizeit. Die Apotheken im Kreis Kleve unterstützen Allergiker deshalb mit persönlicher Beratung, moderner Arzneimittelversorgung und speziellen pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL).

Rund jeder vierte Mensch in Deutschland leidet inzwischen unter Heuschnupfen. Besonders betroffen waren in diesem Frühjahr Birkenpollenallergiker, da 2026 ein sogenanntes „Mastjahr“ der Birke ist und die Bäume außergewöhnlich viele Pollen produzieren. Im weiteren Verlauf der Saison sorgen jetzt unter anderem Gräser-, Getreide-, Wegerich- und Brennnesselpollen für zusätzliche Belastungen.

Allergien frühzeitig behandeln, Folgeschäden vermeiden

Die gesundheitlichen Folgen sind für viele Betroffene erheblich: tränende und juckende Augen, laufende Nase, ständiges Niesen, Schlafstörungen, Erschöpfung sowie Einschränkungen im Berufs- und Familienalltag. Besonders wichtig: Heuschnupfen sollte keinesfalls unterschätzt werden. Bleiben allergische Beschwerden dauerhaft unbehandelt, kann sich daraus ein allergisches Asthma entwickeln. Fachleute sprechen dabei vom sogenannten „Etagenwechsel“, wenn sich die Symptome von Nase und Augen auf die unteren Atemwege ausweiten.

Experten zufolge entwickeln etwa 15 bis 20 Prozent der Pollenallergiker im Laufe der Zeit allergisches Asthma. „Viele Menschen unterschätzen Heuschnupfen noch immer als reine Begleiterscheinung des Frühlings und Sommers. Tatsächlich kann eine unbehandelte Pollenallergie die Lebens qualität erheblich beeinträchtigen und langfristig ernsthafte Folgen für die Atemwege haben“, erklärt Ulrich Schlotmann, Pressesprecher der Apotheken im Kreis Kleve. „Gerade in einer besonders starken Pollensaison ist eine frühzeitige und individuell abgestimmte Behandlung entscheidend.“

Individuelle Beratung

Die Apotheken im Kreis Kleve unterstützen Betroffene dabei über die reine Abgabe von Medikamenten hinaus. Das pharmazeutische Personal berät individuell zur Auswahl geeigneter Arzneimittel. Gleichzeitig erklären die Apothekenteams die korrekte Anwendung der Medikamente und informieren über mögliche Nebenwirkungen sowie den optimalen Einnahmezeitpunkt.

Viele Allergiker greifen zudem zu spät oder nicht zielgerichtet zu geeigneten Arzneimitteln. In den Apotheken erhalten Betroffene daher eine individuelle Einschätzung, welche Präparate bei welchen Beschwerden sinnvoll sind. Viele Patienten wenden diese Präparate jedoch nicht korrekt an oder brechen die Behandlung zu früh ab. Die Apothekenteams erklären deshalb ausführlich die richtige Dosierung, Sprühtechnik und Anwendungsdauer. Darüber hinaus informieren sie über vorbeugende Behandlungsmöglichkeiten. Auch langfristige Therapieoptionen spielen in der Beratung eine wichtige Rolle.

Besonderer Service für Menschen mit Asthma

Patienten mit Asthma haben während der Pollenflugzeit häufig besonders starke Beschwerden. Gerade dann ist die richtige Anwendung von Medikamenten wichtig. Doch viele Asthmatiker verwenden ihr Asthmaspray nicht optimal. Seit einigen Jahren bieten viele Apotheken deshalb spezielle pharmazeutische Dienstleistungen dazu an. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Betreuung von Patienten mit allergischem Asthma, erklärt Ulrich Schlotmann. Apotheker überprüfen gemeinsam mit den Patienten die Anwendung des Inhalationsgeräts.

Anspruch auf die sogenannte „erweiterte Einweisung in die korrekte Arzneimittelanwendung mit Üben der Inhalationstechnik“ haben Versicherte ab sechs Jahren unter anderem nach einer Neuverordnung oder beim Wechsel des Inhalationsgeräts. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Unter www.apoguide.de kann via PLZ-Suche ermittelt werden, welche Apotheke diese pharmazeutische Dienstleistung anbietet.

Apotheken beraten persönlich: von Prävention bis zur richtigen Anwendung von Inhalatoren. Foto: ABDA