Zum Weihnachts-MitsingDing strömten zahlreiche Menschen in die evangelische Kirche. Foto: privat
17. Dezember 2024 · Alpen

Herzerwärmende Atmosphäre beim Weihnachts-MitsingDing

Alpen: Große Spendensumme für die Tafel und die Arbeit mit Flüchtlingen

ALPEN. Das war ein wunderbares Fest im Herzen Alpens. Schon eine Stunde vor Beginn wuchs eine lange Warteschlange um die evangelische Kirche und als sie in die Reihen floss, war jede Bank, jeder Stuhl bis zum letzten auf der Empore voller Menschen mit Spannung, was sie in diesem Jahr beim Weihnachts-MitSingDing erwarten würde.

Zum dritten Mal lud ein kleines Orchester der Gruppe Home.Alpenmusik ein, was seinesgleichen suchte: Trompete, Akkordeon und E-Piano, Geigen, Kontrabass und Gitarre, Drums, Bass und Djembes. Ein sehr engagiertes Team vor und hinter den Kulissen. Dazu großartige Stimmung und Stimmen aus dem Dorf – von weihnachtlich soulig bis rappend – von Menschen, die hier groß geworden sind und noch dabei sind, groß zu werden oder Menschen, die hier langsam heimisch werden: mit Wurzeln in Russland, der Ukraine, Angola oder Barbados. In diesem Jahr sogar mit Stepptanz-Einlage, vorgeführt von Katja, der Gewinnerin eines ukrainischen Abendessens aus dem letzten Jahr aus dem Nachbarort Rheinberg, und mit Choreographie zu „Feliz navidad“ von Veronika aus der Ukraine. Dazu: Leute, die lautstark mitsingen! Irina - die auf deutsch, russisch und ukrainisch das Lied „Sei mein Licht“ aus der Feder von Judy Bailey und Mitch Schlüter sang, brachte damit auf den Punkt, was das beste Geschenk ist, das Menschen einander geben können. Die ganze Kirche übervoll mit einer Weihnachtsfreude, die eher an die Hirten auf dem Felde und die himmlischen Chöre erinnerte, als an Weihnachtsgedusel und -gedudel.

Ein Herzensanliegen der Veranstalter dieses anderen Weihnachtskonzerts war es, die Perspektive auf das frohe Fest einmal zu ändern. Menschen bewegen: aufeinander – und auf das Ewige zu. Weniger an Geschenke denken und mehr an Beschenken, mehr Vielfaltsfreude und weniger Fremdenfurcht, mehr die Welt im Dorf und weniger ich und meine kleine abgeschottete Suche nach Glück. Dass das nicht nur in Liedern und dem Erzählen zwischendurch an diesem Abend wahr wurde, sondern auch in einer großzügigen Weihnachtsspende in sagenhafter Höhe von 2.500,76 Euro für die Tafel und die Arbeit mit Geflüchteten, wurde für alle Beteiligten ein wahres Weihnachtsglück.

Zum Weihnachts-MitsingDing strömten zahlreiche Menschen in die evangelische Kirche. Foto: privat