Viele Interessierte und Aussteller waren im Rheinberger Stadthaus beim Aktionstag dabei. Foto: Stadt Rheinberg
2. Juni 2026 · Rheinberg

Heizkeller der Zukunft macht Halt in Rheinberg

Aktionstag stieß auf großes Interesse

RHEINBERG. Der Aktionstag „Heizkeller der Zukunft“ in der Stadthalle Rheinberg stieß am vergangenen Donnerstag auf großes Interesse. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Kreis Wesel nutzten die Gelegenheit, sich über moderne und klimafreundliche Heizlösungen zu informieren.

Die landesweite Kampagne des Ökozentrums NRW und des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen machte am 28. Mai 2026 Station in Rheinberg. Im Mittelpunkt standen Informationen rund um Wärmepumpen, den Heizungstausch sowie die Wärmewende im Gebäudesektor.

Besonders gefragt waren praxisnahe Hinweise zum Einsatz von Wärmepumpen im Gebäudebestand, zu technischen Voraussetzungen und zu aktuellen Fördermöglichkeiten. Fachbetriebe aus dem regionalen Handwerk, Hersteller, Energieberaterinnen und Energieberater, Vertreterinnen und Vertreter der Rheinberger Sparkasse am Niederrhein bzw. Volksbank Niederrhein, sowie weitere Expertinnen und Experten, standen für persönliche Gespräche zur Verfügung. Ergänzt wurde die Veranstaltung durch Fachvorträge zu klimafreundlicher Wärmeversorgung, Energieeffizienz und kommunaler Wärmeplanung. Auf dem Marktplatz präsentierten Herstellerinnen und Hersteller ihre weiteren Wärmepumpenlösungen direkt an ausgestellten Fahrzeugen und ermöglichten den Besucherinnen und Besuchern einen anschaulichen Einblick in die moderne Heiztechnik.

Beim Heizkeller der Zukunft steht der unkomplizierte und direkte Austausch zu Technologie, Förderoptionen und den Einsatzmöglichkeiten der Wärmepumpen im Fokus - dies sorgt gleichermaßen für Planungs- und Investitionssicherheit unter den Rheinbergerinnen und Rheinberger. Dabei gilt nachhaltig: „Je mehr Gebäude auf zukunftsfähige Heizlösungen frühzeitig umgerüstet werden, desto geringer fällt die spätere Abhängigkeit von den steigenden Kosten fossiler Energieträger aus“, betonen Nicole Weber und Benjamin Segref vom städtischen Klimaschutzmanagement. Dies macht sich dann nicht nur im eigenen Heizkeller, sondern auch auf den zukünftigen Energieabrechnungen bemerkbar.

Die Ergebnisse der Ende 2025 abgeschlossenen Wärmeplanung zeigen allerdings, dass heute fossile Heizungen in Rheinberg dominieren und die durchschnittliche Betriebslaufzeit bei über 20 Jahren liegt. Der Handlungsbedarf wird zudem durch die globalen Krisen und die begrenzte Verfügbarkeit sogenannter „grüner Gase“ verstärkt. Dem sich hieraus ableitenden Beratungsbedarf gedenken die Klimaschutzmanagerin und der Klimaschutzmanager auch zukünftig durch verschiedene Unterstützungsangebote, wie dem bewährten „Dr. Haus-Projekt“, zu begegnen. Bei Interesse an einer Energie- oder Sanierungsberatung hilft das örtliche Klimaschutzmanagement gerne unter der Rufnummer 02843/171-493 und -498 oder per E-Mail an klimaschutz@rheinberg.de weiter.

Die Veranstalter zogen somit ein positives Fazit: Der Aktionstag habe gezeigt, wie wichtig regionale Informationsangebote und praktische Orientierungshilfen für das Gelingen der Wärmewende seien.

Viele Interessierte und Aussteller waren im Rheinberger Stadthaus beim Aktionstag dabei. Foto: Stadt Rheinberg