Handgemalte Fenster als Einladung
Neue Gestaltung macht Lust auf das Niederrheinische Museum Kevelaer
KEVELAER. Was gibt es hinter diesen Fenstern zu entdecken? Eine neue handgemalte Fenstergestaltung am Niederrheinischen Museum Kevelaer soll diese Frage künftig schon beim Vorbeigehen wecken. Derzeit setzt die Moerser Künstlerin Simone Jacobsen die Gestaltung vor Ort um.
Die Motive greifen Gegenstände und Formen aus der Museumswelt auf und übersetzen sie in eine eigenständige Bildsprache. Historische Alltagsobjekte, ornamentale Elemente und ein locker durch die Gestaltung laufendes Band verbinden die Fenster miteinander. Die Farbpalette des Museums aus Creme, Curry, Beere und Petrol gibt dem Entwurf seinen eigenen Charakter. Dabei bleiben Einblicke ins und aus dem Haus erhalten.
Mit der Gestaltung möchte das Museum sowohl Menschen aus Kevelaer als auch Tagesgäste ansprechen. Die Fenster sollen Blicke auf sich ziehen, Neugier auf die Inhalte des Hauses wecken und einen Anlass bieten, stehen zu bleiben und das Museum zu besuchen.
Jacobsen entwickelt individuelle Fenstergestaltungen für Geschäfte und Einrichtungen. Auch in Kevelaer richtet sich ihr Entwurf nach dem Ort und dem, was ihn ausmacht: Die Museumsinhalte geben die Motive vor und werden auf den Scheiben neu interpretiert.
So entsteht eine Einladung, die bereits draußen beginnt – für alle, die das Museum schon kennen, ebenso wie für diejenigen, die es beim nächsten Stadtbummel erstmals bewusst wahrnehmen.
Die Moerser Künstlerin Simone Jacobsen gestaltet derzeit die Fenster des Niederrheinischen Museums in Kevelaer neu. Fotos: NMK