Die 27-monatige Ausbildungszeit hat sich mehr als gelohnt. Foto: Haus Freudenberg
31. März 2025 · Kleve

Große Lossprechung in Haus Freudenberg

80 Teilnehmer des Berufsbildungsbereichs in Haus Freudenberg losgesprochen

NIEDERRHEIN. In einem feierlichen Rahmen wurden 80 Teilnehmer des Berufsbildungsbereichs in Haus Freudenberg losgesprochen. Die 27-monatige Ausbildungszeit hat sich mehr als gelohnt.

Sie haben Mut bewiesen, „und ihre Komfortzone verlassen“, sagte Silvia Raassens. Die Leiterin des Berufsbildungsbereiches in Haus Freudenberg sprach im Rahmen der Lossprechungsfeier den 80 Teilnehmern wohl aus der Seele: „Diese zwei Jahre Ausbildungszeit beinhalteten viele Herausforderungen und Hürden, aber auch Momente der persönlichen Entwicklung und des Erfolgs.“ Der abschließend größte Erfolg, die Beendigung der Ausbildung in Anlehnung an die Rahmenpläne der Vollausbildung in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung im Kreis Kleve, wurde nun gebührend mit Familien, Freunden und Wegbegleitern gefeiert. Aufregung, Freudentränen und jede Menge glückliche Gesichter waren an diesem Vormittag zu beobachten – ein Erfolg, der prägt. Seit 2014 lädt Haus Freudenberg im Anschluss an den Berufsbildungsbereich in sechs verschiedenen Berufsfeldern zur Lossprechung ein. In den Bereichen Holz, Land, Verpackung, Küche/Service, Dokumentenarchivierung, Metallbau sowie im Förder- und Orientierungsbereich stehen den Teilnehmenden nach einem dreimonatigen Eingangsverfahren zwei Jahre Ausbildung in Theorie und Praxis bevor. Begleitet werden sie in dieser Zeit von Bildungsbegleitern, die ihnen in allen Bereichen unterstützend, vorbereitend und prüfend zur Seite stehen.

„Das gesamte Team des Berufsbildungsbereichs hat nicht nur die Teilnehmenden während der 27 Monate geschult und begleitet, sondern auch die Lossprechungsfeier festlich vorbereitet, damit es ein besonderer Tag für alle Absolventen und Angehörigen wird“, so Barbara Stephan, Geschäftsführerin der Haus Freudenberg GmbH, die sich bei den Fachkräften bedankte. Überhaupt hat berufliche Bildung in Haus Freudenberg einen hohen Stellenwert. Beatrix Heistermann, Leiterin des Sozialen Dienstes, steht seit vielen Jahren für die inhaltliche und qualitative Weiterentwicklung der Berufsausbildung von Menschen mit Behinderung – bis auf Bundesebene vertritt sie die Interessen zur stetigen Verbesserung. „Uns zeigt diese Lossprechung Jahr für Jahr, dass jeder Mensch einen bedeutsamen Platz in der Arbeitswelt einnehmen kann. Diese persönlichen Erfolge sind Meilensteine, die am Beginn eines neuen Kapitels mit vielen Möglichkeiten und Chancen stehen“, so Barbara Stephan.

Im Anschluss an den Berufsbildungsbereich kann der Übergang in den Arbeitsbereich innerhalb sowie außerhalb der Werkstatt gelingen. Die Ausbildungsgänge wurden in den folgenden Berufsfeldern absolviert: Tischler, Gärtner (Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau), Fachkraft für Lager/Logistik, Hauswirtschafter, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste (Fachrichtung Archiv) sowie Metallbauer.

Die 27-monatige Ausbildungszeit hat sich mehr als gelohnt. Foto: Haus Freudenberg