Grenzüberschreitende Erbschaft: Was muss man beachten?
28. April 2026 · Niederrhein

Grenzüberschreitende Erbschaft: Was muss man beachten?

GrenzInfoPunkte veranstalten kostenlose Web-Seminare am 18. Mai

NIEDERRHEIN. Das Thema Erbrecht kann – erst recht im grenzüberschreitenden Kontext – schnell sehr kompliziert werden. Was passiert beispielsweise, wenn man als Niederländer in Deutschland wohnt und eine Erbschaft aus den Niederlanden erhält? In welchem Land ist dann die Erbschaftssteuer zu zahlen? Und wie stellt man sicher, dass die Angelegenheiten, die das eigene Erbe betreffen, richtig geregelt sind, wenn man als Deutscher in den Niederlanden wohnt? Da in der Grenzregion viele Menschen im Nachbarland Familienangehörige haben und daher früher oder später mit dieser Herausforderung konfrontiert werden könnten, organisieren die GrenzInfoPunkte in Zusammenarbeit mit Notar Branko Reumkens am Montag, 18. Mai, zwei Web-Seminare zum grenzüberschreitenden Erbrecht. Die Teilnahme ist kostenlos. In den beiden Web-Seminaren erklärt Branko Reumkens die wichtigsten Regelungen und Fallstricke zu diesem Thema. Er kennt sich sowohl im deutschen als auch im niederländischen Recht aus. Das Thema grenzüberschreitende Erbschaft liegt ihm besonders am Herzen.

Zunächst findet um 18.15 Uhr ein erster Vortrag in deutscher Sprache statt. Reumkens beleuchtet dann die Situation von Deutschen, die in den Niederlanden wohnen. Das zweite Web-Seminar (19.30 Uhr) richtet sich an Niederländer, die in Deutschland wohnen und wird auf Niederländisch gehalten. Interessierte können sich über ein Online-Formular für das deutsche und niederländische Web-Seminar kostenlos anmelden. Sie erhalten anschließend einen Einladungslink zur Teilnahme an dem Web-Seminar via MS-Teams. Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit, allgemeine Fragen zum grenzüberschreitenden Erbrecht zu stellen. Aus Zeitgründen kann jedoch nicht auf konkrete, persönliche Situationen eingegangen werden. Weitere Informationen sind unter www.grenzinfo.eu ((Veranstaltungen) zu finden.

Die GrenzInfoPunkte stellen einen unabhängigen, leicht zugänglichen Dienst für Grenzgänger in der deutsch-niederländischen Grenzregion dar. Maßgeschneiderte Informationen werden bereitgestellt und die Mitarbeiter sind mit der Kultur, Sprache und den Systemen auf beiden Seiten der Grenze vertraut. Zu Fragen des Erbrechts und des Erbsteuerreichts können und dürfen die GrenzInfoPunkte selber nicht beraten, dazu müssen sich die Grenzgänger an einen Notar wenden. Die Kenntnisse in den Bereichen Steuern und Sozialversicherung werden durch gemeinsame Schulungen auf dem neuesten Stand gehalten. Die GrenzInfoPunkte sind Teil eines großen Netzwerks und die Mitarbeiter haben gute Kontakte zu Fachleuten der Organisationen beiden Ländern.