"Emmerichs Bürgermeisterin Claudia Lindlahr bei Ankündigung einer neuen Lösung, Porträtfoto, Stadt Emmerich, Kerstin Buß"
17. September 2026 · Emmerich

Grenzkontrollen an der A3 bei Elten werden flexibler organisiert

Neues Konzept soll Rückstaus reduzieren und Anwohner entlasten. Emmerichs Bürgermeisterin Lindlahr begrüßt die Anpassung.

EMMERICH. Die Grenzkontrollen an der A3/A12 bei Elten sollen künftig anders organisiert werden. Dies geht aus einer Rückmeldung des Bundesinnenministeriums an den Eltener Ortsvorsteher Guido Heuvelmann hervor, die der Stadtverwaltung Emmerich mittlerweile vorliegt.

Demnach soll die bisherige feste Kontrollstelle unmittelbar an der deutsch-niederländischen Grenze aufgegeben werden. Die Kontrolle am Rastplatz „Hohe Heide“. Ziel ist ein noch flexibleres Verfahren, durch das temporäre Verkehrsbeeinträchtigungen minimiert werden können. Bürgermeisterin Claudia Lindlahr begrüßt eine Veränderung der bisherigen Praxis.

Die bisherigen festen Kontrollen hatten wiederholt zu Rückstaus auf der A3 geführt. In der Folge kam es auch zu Ausweichverkehr über Straßen in Elten sowie in den niederländischen Nachbarorten Beek und Babberich. Das belastete Anwohner, Pendler, Unternehmen sowie den grenzüberschreitenden Verkehr.

Bürgermeisterin Claudia Lindlahr hatte in den vergangenen Monaten in Gesprächen mit Vertretern von Politik wiederholt auf die Problematik hingewiesen und sich gemeinsam mit dem Ortsvorsteher und den niederländischen Nachbarkommunen für eine Verbesserung der Situation eingesetzt. Dabei ging es darum, Sicherheit und funktionierende Verkehrswege miteinander zu verbinden.

„Die Menschen in unserer Grenzregion leben, arbeiten und begegnen sich täglich auf beiden Seiten der Grenze. Kontrollen müssen deshalb so organisiert werden, dass sie Sicherheit ermöglichen, ohne den Alltag und den Verkehr unnötig zu belasten. Die nun angekündigte Lösung ist ein sinnvoller Schritt, um unseren Ortsteil Elten und unsere niederländischen Nachbarorte zu entlasten“, sagt Lindlahr.

Die Stadt Emmerich wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen. Sie erwartet, dass die zuständigen Stellen die Kommunen auf deutscher und niederländischer Seite frühzeitig über konkrete Veränderungen und deren Umsetzung informieren. Entscheidend wird sein, ob sich Rückstaus auf der A3 verringern und damit auch der Ausweichverkehr in Elten und den umliegenden Orten spürbar zurückgeht.

Bereits im März hatte sich Bürgermeisterin Lindlahr gemeinsam mit ihren Amtskollegen aus den niederländischen Gemeinden Montferland und Zevenaar in einem Schreiben an das Bundesinnenministerium gewandt. Darin machten die drei Kommunen auf die Folgen der festen Grenzkontrollen für Verkehr, Wirtschaft und das Leben in der Grenzregion aufmerksam. Zugleich schlugen sie vor, Kontrollen an einen weiter im Landesinneren gelegenen Standort zu verlegen und flexibler zu gestalten. Ziel war es, Rückstaus auf der Autobahn und Ausweichverkehr durch die Ortslagen zu vermeiden, ohne die Sicherheit an der Grenze zu beeinträchtigen.

„Die nun angekündigte Lösung ist ein sinnvoller Schritt“, sagt Emmerichs Bürgermeisterin Claudia Lindlahr. Foto: Stadt Emmerich/Kerstin Buß