„Grand Seigneur“ zu Gast
Internationales Orgelfestival in St. Willibrord mit Christoph Schoener
KELLEN. Am Sonntag, 15. März, um 18 Uhr findet in der St. Willibrord Pfarrkirche das zweite Konzert im I. Internationalen Orgelfestival statt. Nach dem „Youngster“ David Cassan aus Paris nimmt jetzt der „Grand Seigneur“ Christoph Schoener an der symphonischen Eisenbart-Orgel Platz.
Schoener, in Heidelberg geboren und in Freiburg, Paris und Amsterdam ausgebildet, zählt zu den renommiertesten Kirchenmusikern seiner Generation. Mehr als zwei Jahrzehnte wirkte er an der Hauptkirche St. Michaelis zu Hamburg, dem Wahrzeichen der Hansestadt. Mit großen Chor-Orchesterkonzerten, mit Musik von Monteverdi bis Bernstein, setzte er lange Hamburger Traditionen fort, besonders, wenn er jedes Jahr Bachs Weihnachtsoratorium, die Matthäuspassion und das Brahms-Requiem dirigierte. Viele seiner Konzerte wurden vom NDR mitgeschnitten oder live gesendet. Regelmäßig konzertierte er als Dirigent und Organist in der Hamburger Elbphilharmonie und beim Schleswig-Holstein Musik Festival und als Organist in ganz Europa und den USA. Reiche Erfahrungen als Orgellehrer hat Christoph Schoener in über 20 Jahren an verschiedenen deutschen Musikhochschulen sammeln können, zuletzt in Leipzig. 2018 verlieh ihm der Senat der Hansestadt Hamburg den Ehrentitel „Professor“. Für das Konzert hat er unter anderem zwei monumentale Werke aus Barock und Romantik im Gepäck: Bachs Passacaglia in c und die Fantasie und Fuge über den Choral „Ad nos, ad salutarem undam“ von Franz Liszt, die auch als Grundstein der symphonischen Orgelmusik in Frankreich gilt. Der Eintritt ist frei. Am Ausgang erfolgt eine Kollekte. Das Orgelfestival endet am 12. April um 18 Uhr in St. Willibrord mit „Kinofeeling pur“, wenn Otto M. Krämer zum groß projizierten Stummfilm „Der Galliläer“ improvisiert.
Professor Christoph Schoener kommt nach Kleve. Foto: Michael Zapf