Goch: Woche der Demenz
Veranstaltungsreihe findet vom 23. bis 28. März statt
GOCH. Alle zwei Jahre organisiert die Seniorenbeauftragte der Stadt Goch, Alexandra Maywald, eine Veranstaltungsreihe rund um das Thema „Demenz“.
Sie richtet sich an Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sowie ehrenamtlich oder hauptberuflich Tätige, die mit dem Thema Demenz konfrontiert sind. Erstmals werden auch ältere Menschen, die einer Demenz-Erkrankung vorbeugen möchten, über präventive Maßnahmen informiert. Zwei Kitas haben sich zudem gemeldet, die ihren Vorschulkindern das Thema Demenz auf spielerische Art und Weise näherbringen möchten. Die Woche der Demenz findet vom 23. bis 28. März statt.
Übersicht
Am Montag, 23. März, startet ab Klosterplatz um 14.30 Uhr eine Stadtrundfahrt durch Goch und die Ortschaften für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen. Hierdurch können alte Erinnerungen geweckt werden – angeregt durch Hinweise der Stadtführerin Ruth Hemmelder. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Am Dienstag, 24. März, werden um 15 Uhr im Rahmen des Mediencafés Apps für ein kognitives Training vorgestellt – die teilweise von den Krankenkassen verordnet werden können. Und um 18 Uhr werden zwei Demenz-Themenfilme in der Stadtbücherei gezeigt. Im Nachgang sind Angehörige von Menschen mit Demenz eingeladen, sich unter fachlicher Begleitung auszutauschen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Am Mittwoch, 25. März, findet um 15 Uhr ein Wortgottesdienst im Pfarrhaus St. Martinus in Pfalzdorf statt. Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen können sich Menschen mit Demenz, Angehörige, Freunde und Nachbarn danach austauschen, wie ihr Glaube sie bei ihrer Erkrankung unterstützt oder welche anderen Erfahrungen es gibt.
Am Donnerstag, 26. März, um 18 Uhr, hält Aline Wybranietz vom Landesverband der Alzheimer Gesellschaften NRW im Evangelischen Begegnungshaus M4 einen Vortrag über präventive Maßnahmen. Der Titel „Geistig fit bleiben – mit zehn Maßnahmen Demenz vorbeugen“ verrät schon, dass man mit verschiedenen Maßnahmen eine Demenz-Erkrankung verhindern, verzögern oder den Verlauf verlangsamen kann. Hierzu sind ältere Bürger eingeladen, die aktiv etwas gegen eine Demenz tun möchten. Am Freitag, 27. März, öffnen sich von10 bis 16 Uhr die Türen des Evangelischen Begegnungshauses M4 für Interessierte jeden Alters, für pflegende Angehörige sowie ehrenamtlich oder hauptberuflich tätige Pflege-/ Betreuungspersonen. An 13 Stationen des Demenzsimulators „Hands-on Dementia“ kann man die Schwierigkeiten in alltäglichen Situationen mit einer Demenz-Erkrankung nachempfinden. Hierdurch kann ein besseres Verständnis für verschiedene Verhaltensweisen einer demenz-erkrankten Person entstehen. Dies ist kein Demenz-Test und niemand wird bloßgestellt – ganz im Gegenteil: Die persönlichen Empfindungen können in einem persönlichen Gespräch reflektiert werden. Ab 18 Uhr können pflegende Angehörige neue Energie tanken. Die Kreativtherapeutin Sonja Wawrosch gibt zahlreiche schnell umsetzbare Kraftquellen an die Hand, um den Pflegealltag zu meistern. Zu diesem Termin ist eine Anmeldung erforderlich.
Am Samstag, 28. März, können Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen an einer Eselwanderung bei der Familie Lemke teilnehmen. Der Kontakt zu den Tieren kann entspannend und stressreduzierend wirken. Das Angebot kostet 7,50 Euro pro Person – festes Schuhwerk wird empfohlen. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Die Angebote sind bis auf eine Ausnahme kostenfrei. Eine komplette Übersicht gibt es bei www.goch.de. Alle Anmeldungen können über www.goch.de getätigt werden oder bei Alexandra Maywald, unter Telefon 02823/320-144 beziehungsweise per E-Mail an alexandra.maywald@goch.de.
Die Seniorenbeauftragte Alexandra Maywald. Foto: Torsten Matenaers