Gemeinsames Konzept gegen Rassismus in Emmerich
Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration vereint Experten und Schüler zur Entwicklung konkreter Maßnahmen und Meldewege
EMMERICH. Nach der jüngsten öffentlichen Stellungnahme des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration (ACI) der Stadt Emmerich zu rassistischen Vorfällen will der Ausschuss nun den nächsten konkreten Schritt gehen.
Der ACI bringt hierzu Vertreter aus Stadtverwaltung, Antidiskriminierungsarbeit, Opferschutz, Integrationsarbeit und Schulen an einen Tisch. Gemeinsam sollen konkrete und dauerhaft tragfähige Strukturen für Prävention und den Umgang mit rassistischen Vorfällen in Emmerich entwickelt werden.
Im Mittelpunkt der nächsten ACI-Sitzung am Donnerstag, 1. Oktober, ab 17 Uhr im Rathaus steht die Frage, wie Prävention, Sensibilisierung, Beratung, Meldewege, Opferschutz und institutionelle Zusammenarbeit in Emmerich künftig besser miteinander verzahnt werden können.
Ziel ist es, die unterschiedlichen fachlichen und praktischen Perspektiven zusammenzuführen, konkrete Handlungsschritte zu entwickeln und damit die Grundlage für ein gemeinsames Emmericher Handlungskonzept gegen Rassismus zu schaffen.
Dabei soll insbesondere betrachtet werden, wie Betroffene bei rassistischen Vorfällen schnell und verlässlich Unterstützung erhalten können, welche Ansprechpartner und Meldewege zur Verfügung stehen und wie die beteiligten Institutionen im Bedarfsfall abgestimmt zusammenarbeiten können.
Für diesen fachlichen Austausch wurde bewusst ein breiter Kreis von Akteuren und Institutionen eingeladen. Neben Bürgermeisterin Claudia Lindlahr und der Gleichstellungsbeauftragten Rita Hübers gehören dazu Nazim Dogu, Awo-Servicestelle Antidiskriminierungsarbeit Kreis Kleve, Joachim Verhoeven von der Kreispolizeibehörde Kleve/Opferschutz, Jenny Pretzer, Leitung des Kommunalen Integrationszentrums Kreis Kleve, sowie Schulleitungen und Schülervertretungen des Willibrord-Gymnasiums und der Gesamtschule Emmerich.
Gerade die Beteiligung der Schüler ist dem ACI wichtig. Neben den fachlichen und institutionellen Einschätzungen soll auch die Perspektive junger Menschen auf Rassismus, Diskriminierung und Prävention unmittelbar in den Austausch einfließen.
Darüber hinaus wird sich der Ausschuss mit der Prüfung einer Fachschulung für die ACI-Mitglieder unter Einbindung der Integrationsbeauftragten der Stadt Emmerich, Vera Artz, beschäftigen.
Im Emmericher Rathaus findet die nächste Sitzung des ACI statt. NN-Foto: Michael Bühs