Gemeinsam stark gegen Brustkrebs
Kooperatives Brustzentrum Linker Niederrhein: 13. Klever Brusttag am 7. Oktober
KLEVE. Das Kooperative Brustzentrum Linker Niederrhein lädt gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern am 7. Oktober zum 13. Klever Brusttag ein. Unter dem Motto „Wissen stärkt – Austausch verbindet“ erwartet die Besucher ein vielseitiges Programm mit aktuellen medizinischen Erkenntnissen, alltagsnahen Tipps und bewegenden Erfahrungsberichten. Die Informationsveranstaltung beginnt um 15 Uhr in der CG Gastro der Clivia Gruppe, Tichelstraße 11.
Ein besonderes Highlight ist der Vortrag von Ivonne Bongers. Sie ist selbst betroffen und berichtet, wie sie nach Abschluss ihrer Therapie wieder „mental stark ins Leben zurückgefunden hat“. Ivonne Bongers spricht über Herausforderungen und neue Perspektiven und möchte anderen Betroffenen Mut und Hoffnung schenken. Auch die körperliche Seite kommt nicht zu kurz. Nicole Kijewski ist onkologische Fachschwester. In ihrem Vortrag „Nebenwirkungen der onkologischen Therapie erkennen und behandeln“ gibt sie einen Überblick über häufige Beschwerden, deren Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Ziel ist es, Betroffene und Angehörige dabei zu unterstützen, Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen und den Alltag während der Therapie bestmöglich zu bewältigen. Im Anschluss an die Vorträge lädt das Brustzentrum zum persönlichen Austausch mit den oben genannten Fachleuten und anderen Betroffenen ein. Eine vorherige Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht notwendig.
In diesem Jahr feiert das Kooperative Brustzentrum Linker Niederrhein mit seinen Standorten im Katholischen Karl-Leisner-Klinikum Kleve und dem Bethanien Krankenhaus in Moers sein 20-jähriges Bestehen. Seit 2006 erhalten Patientinnen und Patienten hier eine ganzheitliche Versorgung – vom ersten Verdacht über die Diagnose bis hin zu Therapie und Nachsorge. Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa jede achte Frau in Deutschland ist im Laufe ihres Lebens davon betroffen. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, allerdings deutlich seltener. „Unsere Patientinnen und Patienten brauchen nicht nur eine exzellente medizinische Behandlung, sondern vor allem auch menschliche Begleitung in allen Phasen der Erkrankung“, betont Dr. med. Luboš Trnka, Chefarzt der Frauenklinik des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums und Leiter des Brustzentrums. Deshalb setzt das Zentrum auf ein starkes interdisziplinäres Team: Neben Ärzten und Pflegekräften unterstützen unter anderem Breast Care Nurses, Physiotherapeuten und Psychoonkologen aber auch Sanitätshäuser, Zweithaarspezialisten, Kosmetikerinnen und viele mehr die betroffenen Frauen und Männer auf ihrem Weg. „Neben der medizinischen Versorgung ist uns auch die psychologische Begleitung ein tiefes Anliegen, denn wir wissen, wie wichtig seelische Unterstützung in dieser herausfordernden Zeit ist“, sagt Dr. med. Katrin van Heumen, leitende Oberärztin des Brustzentrums.
Das Team des Brustzentrums des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. Foto: KKLE