Gelderner Feuerwehr probt den Ernstfall
Viele Einheiten waren beteiligt an der Großübung bei der Firma „team agrar“
GELDERN. So viele Fahrzeuge der Feuerwehr sieht man zum Glück selten mit Blaulicht durch Geldern fahren. Und auch in diesem Fall war es glücklicherweise kein Ernstfall, sondern „nur“ eine Großübung der Freiwilligen Feuerwehr. Hintergrund des Großeinsatzes war eine sogenannte „Störfallübung“, die die Gelderner Feuerwehr vor wenigen Tagen in der Firma „team agrar“ an der Liebigstraße im Gewerbegebiet durchführte.
„Die alarmierten Einheiten wussten zum Zeitpunkt der Alarmierung natürlich nicht, dass es sich um eine Übung handelte“, erläutert Christoph Willems, Gelderns stellvertretender Wehrleiter und verantwortlich für die Durchführung der Großübung. Zunächst wurden die Löschzüge aus Geldern - Geldern-Mitte, Baersdonk, Kapellen sowie Einsatzleitwagen aus Veert und der Führungsdienst - alarmiert.
Der Grund der Alarmierung lautete: „Gefahrgutaustritt“. Vor Ort sollten durch die Gelderner Einheiten erst einmal die ersten Maßnahmen nach der sog. „GAMS,-Regel“ getroffen werden. Das heißt: „G“ – Gefahr erkennen, „A“ – Absperren, „M“ – Menschenrettung durchführen (hier unter anderem die Sofort-Dekontamination einer verletzten Person), „S“ – Spezialkräfte alarmieren (in dem Fall waren es die Spezial-Züge aus Goch, Rees & Rheurdt als „ABC“-Zug und „Dekon“-Einheit des Kreises Kleve). Dank einer Übungsanlage der Feuerwehr Duisburg konnten im Gebäudeinnern verschiedene Leckagen simuliert werden, die durch die vorgehenden Trupps abgearbeitet werden mussten.
Ziel der Übung war unter anderem, die Abläufe im Störfallbetrieb kennenzulernen und möglichst viele Trupps in Chemikalienschutzanzügen (CSA) in den Einsatz zu bringen, um hier unterschiedliche Situationen zu trainieren.
Gelderns stellvertretender Wehrleiter Christoph Willems zog nach Ablauf der Übung ein positives Fazit: „Die Übung hat einige Stunden gedauert, wir haben viele verschiedene Szenarien trainieren können. Auch das Zusammenspiel der einzelnen Einheiten hat gut geklappt. Vielen Dank an alle beteiligten Einsatzkräfte.“ Sein Dank ging zugleich an die Feuerwehr Duisburg für die Bereitstellung der Übungsanlage sowie an die ebenfalls beteiligte DLRG Ortsgruppe Geldern-Walbeck e.V. und den Kommunalen Ordnungsdienst der Stadt Geldern.
Mit vielen Einheiten war die Gelderner Feuerwehr an der Liebigstraße vor Ort, um den Ernstfall zu üben – unter anderem wurde eine Menschenrettung (Sofort-Dekontamination einer verletzten Person) simuliert.Foto: Stadt Geldern/Terhorst