Geldern: Falsche Sparkassenmitarbeiter betrügen Senior
Bargeld und Schmuck erbeutet / Polizei sucht Zeugen
GELDERN. Ein 87-jähriger Mann aus Geldern wurde am Dienstag, 27. Oktober, Opfer von Betrügern. Die beiden Männer hatten bei dem Senior an der Haustür geklingelt und sich als Mitarbeiterin der Sparkasse ausgegeben.
Angeblich sei das Girokonto bei dem Geldinstitut „gehackt“ worden. Um die Glaubwürdigkeit ihrer Angaben zu bekräftigen, wurde der Mann aufgefordert, über sein Festnetztelefon die Notrufnummer der Polizei zu wählen. Dies geschah auch und hinterließ bei dem Geschädigten den Eindruck, er habe tatsächlich mit der Polizei gesprochen (es ist davon auszugehen, dass die Täter vorher schon eine Verbindung an dem Telefon hergestellt haben, ohne dass der Mann dies mitbekommen hat und am Telefon sich dann Mittäter dem Mann gegenüber als Polizei ausgegeben haben). Letztendlich konnten die beiden Unbekannten den Mann dazu bringen, ihnen Bargeld und Schmuck auszuhändigen, weil sie damit den Verursacher des angeblichen Hacker-Angriffs ausfindig machen könnten.
Die beiden Männer werden wie folgt beschrieben: 1. Person: männlich, circa 40 Jahre, circa 1,70 Meter groß, dunkelblonde Haare, europäisches Erscheinungsbild.
2. Person: männlich, circa 25 bis 30 Jahre alt, circa 1,70 Meter groß, dunkle Haare, südländisches Erscheinungsbild.
Die Polizei sucht jetzt Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu der Straftat beziehungsweise zu den beiden Tatverdächtigen gegen können. Hinweise bitte unter Telefon 02824/880.
Telefonisch rückversichern
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass man bei plötzlich an der Haustür auftauchenden angeblichen Mitarbeitern von Geldinstituten, Energieversorgern, der Kriminalpolizei und anderer seriöser Institutionen aufmerksam werden sollte. Tatsächliche Mitarbeiter werden kein Problem damit haben, wenn man sich, bevor man sie ins Haus oder die Wohnung lässt, telefonisch beim Geldinstitut, dem Energieversorger oder der Polizei rückversichert. Es ist nicht unhöflich, diese Personen vor der Tür warten zu lassen.
Umfangreiche Hinweise zu „Gefahren an der Haustür“ und anderen Themen, vor allem für Senioren, finden sich im Internet unter https://kleve.polizei.nrw/artikel/falsche-polizeibeamte-schockanrufe-enkeltrick. Dort finden sich Merkblätter, unter anderem ein Flyer „Im Alter sicher leben“, mit vielen Hinweisen auf die Vorgehensweise der Täter und wie man sich davor bestmöglich schützen kann.