"Stolpersteine in Issum erinnern an Holocaust-Opfer, verlegt von Gunter Demnig. Foto: Rüdiger Dehnen Archiv"
21. Oktober 2026 · Issum

Gedenkveranstaltung in der ehemaligen Synagoge

Arbeitskreis Jüdisches Bethaus Issum lädt ein

ISSUM. Am Sonntag, 1. November, öffnet das ehemalige jüdische Gemeindezentrum auf der Kapellener Straße 30a in Issum wieder von 14 bis 17 Uhr seine Türen für Besucher. Der Eintritt ist kostenlos, und Führungen für Gruppen und Schulklassen können nach Absprache auch an anderen Tagen arrangiert werden.

Am Montag, 9. November, findet außerdem eine Gedenkveranstaltung statt. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“ Aus dem Talmud (Sammlung der mündlichen Lehre). Das ist der Leitgedanke von Gunter Demnig, der in ganz Europa Stolpersteine verlegt hat zur Erinnerung an die in den Konzentrationslagern ermordeten Menschen. Diesem Leitgedanken fühlt sich auch der Arbeitskreis Jüdisches Bethaus Issum verpflichtet.

In der ehemaligen Synagoge befinden sich 14 Erinnerungstafeln für die Issumer, die in den Konzentrationslagern Auschwitz, Theresienstadt und Riga ermordet wurden oder auf der Flucht vor den Nazis starben. Außerdem liegen in der Kapellener Straße, der Gelderner Straße und der Neustraße insgesamt zehn Stolpersteine vor den Häusern, in denen die Ermordeten zuletzt gelebt haben. Am 9. November lädt der Arbeitskreis zu einer Gedenkveranstaltung für die Issumer Opfer des Nationalsozialismus ein. Treffpunkt ist um 19 Uhr in der ehemaligen Synagoge, Kapellener Straße 30 a. Die Teilnahme ist kostenlos.

Für weitere Informationen steht der Arbeitskreis gerne zur Verfügung, Telefon 02835/1398, E-Mail: synagoge@issum.de

Auch in Issum hat Gunter Demnig Stolpersteine verlegt zur Erinnerung an die in den Konzentrationslagern ermordeten Bürger. Foto: Archiv Rüdiger Dehnen