„Das Tor der Toten“ zum Gedenken der Opfer des Zweiten Weltkrieges“. Foto: Stadt Rheinberg
8. Mai 2025 · Rheinberg

Gedenken an das Kriegsende vor 80 Jahren

Rheinberg: Fahnen an öffentlichen Gebäuden sind auf Halbmast gesetzt

RHEINBERG. Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Es war das Ende einer Zeit der Zerstörung, der Gewalt und der Angst – und zugleich der Beginn eines neuen Abschnitts, geprägt von der Hoffnung auf Frieden und Freiheit.

Auch die Stadt Rheinberg gedenkt in diesem Jahr dieses bedeutenden Tages. Aus diesem Anlass sind die Fahnen an den öffentlichen Gebäuden auf Halbmast gesetzt – als Zeichen der stillen Erinnerung und des Respekts gegenüber den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft.

Rheinberg hat – wie viele Städte am Niederrhein – in jener Zeit schwere Verluste erlitten. Die Kriegsjahre haben tiefe Wunden hinterlassen, baulich, familiär und seelisch. Viele Rheinberger erinnern sich noch an persönliche Geschichten aus ihren Familien: an Evakuierungen, zerstörte Häuser, verpasste Heimkehrer, aber auch an Momente der Solidarität und des Wiederaufbaus. Das Leid war groß – aber der Zusammenhalt war oft größer.

„Gerade an einem Tag wie dem 8. Mai spüren wir, wie sehr Frieden und Demokratie keine abstrakten Begriffe sind, sondern etwas zutiefst Persönliches“, sagt Bürgermeister Dietmar Heyde. „Die Freiheit, die wir heute genießen, wurde unter großen Opfern errungen. Sie zu schützen, bedeutet, aus der Vergangenheit Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen.“ Die Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkriegs sei deshalb nicht nur Rückblick, sondern auch Ausblick: „Was können wir tun, um den Geist des Miteinanders, der damals unsere Stadt getragen hat, heute neu zu beleben? Wie können wir in Zeiten neuer Unsicherheiten Haltung zeigen – gegen Ausgrenzung, gegen Hass, für ein friedliches Zusammenleben? „Die Stadt Rheinberg versteht den 8. Mai als einen Tag des Nachdenkens, aber auch des Mutmachens. Die Menschen, die damals auf Trümmern standen und trotzdem weitergebaut haben – sie sind uns ein Vorbild. Ihr Vermächtnis ist unser Auftrag: Rheinberg soll eine Stadt bleiben, in der Respekt, Frieden und Menschlichkeit zuhause sind.“

„Das Tor der Toten“ zum Gedenken der Opfer des Zweiten Weltkrieges“. Foto: Stadt Rheinberg