"Pilgergruppe bei dreitägiger Wallfahrt, organisiert von der Kirchengemeinde"
10. Oktober 2026 · Emmerich

Fußwallfahrt nach Kevelaer

62 Pilger nahmen am Tag der Deutschen Einheit an der Fußwallfahrt nach Kevelaer teil

EMMERICH. Am Samstag, 3. Oktober, nahmen 62 Pilger an der Fußwallfahrt nach Kevelaer teil.

Nach dem Pilgersegen um 5.30 Uhr in der Martinikirche und 5.40 Uhr in der Liebfrauenkirche machten sich Pilger auf den Weg nach Kevelaer, begleitet von Dechant Bernd de Baey. Wegen der Bauarbeiten an der Rheinbrücke wurde der Startpunkt auf die Klever Seite gelegt. Kameraden der Emmericher Feuerwehr sorgten für die Ausleuchtung des Sammelplatzes und ermöglichten so den Pilgern einen sicheren Start. Die Eheleute Andrea Hirschka und Karl-Heinz Lammerich hatten Lieder und interessante Texte zur Impulsgebung für die einzelnen Stationen ausgesucht, passend zum Wallfahrtsmotto und zum 800. Todestag von Franz von Assisi. In Richtung Wissel via Emmericher Eyland ging es auf die Emmericher Straße. Aus dem Nebel über den Wiesen und Feldern ging allmählich die Sonne auf.

In Wissel angekommen feierte die Gruppe die Heilige Messe in der St. Clemens Kirche, unterstützt durchs Orgelspiel von Kantor Stefan Burs. Danach wurde im Gemeindezentrum gefrühstückt. Anschließend ging es weiter über Kalkar und Keppeln nach Uedem. In Wissel und Uedem schlossen sich weitere Pilger der Gruppe an. Nach der Andacht mit sakralem Segen in der Laurentius-Kirche und anschließender Mittagspause im Pfarrheim führte der Pilgerweg weiter in Richtung Kevelaer. Mit den Impulstexten, Rosenkranzgebeten, Gesang und Gesprächen wurde der Weg fortgesetzt. Um 16.30 Uhr zogen die Fußwallfahrer über die Hauptstraße in Kevelaer ein. Mit dem Rufgesang zur Mutter Gottes „Maria, wir rufen zu Dir“ endete der 40 Kilometer lange Weg am Gnadenbild, wo wir vom Pastoralreferenten Dr. Rütten empfangen wurden. Andacht und Segen folgten in der Kerzenkapelle, anschließend wurden die Jubilare geehrt. Heidi Niemann hat zum 15. Mal teilgenommen, Frau Gudrun Strauß erhielt für ihre 25. Teilnahme die silberne Pilgernadel, ihr Bruder Christof Strauß ist zum 35. Mal nach Kevelaer gepilgert. Für die Wallfahrt reisen die Geschwister jedesmal aus Ulm und Freiburg an.

Am Sonntagvormittag feierte Pfarrer Bernd de Baey mit den Pilgern und angereisten Gemeindemitgliedern die Heilige Messe in der Kerzenkapelle. Die Orgel spielte Christoph Arntz. Am Sonntagnachmittag trafen sich Pilger, Vertreter der St.-Sebastianer-Schützen und der St.-Michael-Schützen sowie weitere Gemeindemitglieder zum großen Kreuzweg. Die Texte zum Wallfahrtsthema „Raum geben“ wurden im Wechsel von den Teilnehmern an den Stationen vorgelesen.

Am Montagmorgen begaben sich 14 Pilger auf den Rückweg. Schon bald bot sich ihnen ein traumhafter Sonnenaufgang. In Kalkar und Wissel schlossen sich noch vier weitere Pilger an. Um 18.05 Uhr wurde die Gruppe bei Glockengeläute und dem Applaus vieler Gemeindemitglieder empfangen. Nach dem Schlusssegen durch Pfarrer Pradeep Thankappan bedankte sich Pastoralreferent Matthias Lattek bei dem Organisationsteam, bei den Helfern sowie beim Malteserhilfsdienst. So endeten drei intensive Wallfahrtstage mit der Erfahrung einer Gebets- und Weggemeinschaft. Die 80. Fußwallfahrt findet vom 9. bis 11. Oktober 2027 statt.

Drei intensive Wallfahrtstage gab es für die Pilger. Foto: Kirchengemeinde