Fußverkehrs-Check NRW 2026: Kleve geht mit
Projektgebiete werden mit Blick auf Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität und Sicherheit untersucht
KLEVE. Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt, und deshalb soll das Gehen in Kleve nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Kleve vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als Teilnehmer ausgewählt. Beim offiziellen Auftakt in Düsseldorf nahmen der zweite stellvertretende Bürgermeister Josef Gietemann sowie Bernhard Klockhaus, Leiter des Fachbereichs Tiefbau, Ende April die Teilnahmeurkunde von Verkehrsminister Oliver Krischer entgegen.
Seit 2019 bietet das Zukunftsnetz Mobilität NRW seinen Mitgliedern den „Fußverkehrs-Checks NRW“ an. Die bewährte Methode enthält mehrere Bausteine. Begehungen sind das Kernstück. Sie geben den Teilnehmenden vor Ort die Gelegenheit, Probleme und Sichtweisen auszutauschen und neue Lösungsansätze und Ideen zu diskutieren. Es folgt eine Stärken-Schwächen-Analyse sowie die Erstellung eines Maßnahmenplans mit Prioritäten, die gemeinsam von Bürgern und Experten erarbeitet werden.
Die verschiedenen Etappen werden von einem Planungsbüro begleitet, das die Veranstaltungen moderiert, die Themen bündelt und die Ergebnisse zusammenfasst. Zum Abschluss bekommt jede teilnehmende Kommune eine Auswertung und Handlungsempfehlung. Die Umsetzung ist freiwillig, das Zukunftsnetz Mobilität NRW berät die Kommunen auf Wunsch zur Generierung möglicher Fördermittel. Die Kosten werden vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Nordrhein-Westfalen übernommen; für die Kommunen ist der gesamte Check kostenfrei.
Zu Fuß zu gehen halte nicht nur fit und schütze das Klima, sondern stärke auch das Miteinander, betont Umweltminister Oliver Krischer: „Damit das gut funktioniert, brauchen wir sichere und direkte Wege. Die Fußverkehrs-Checks helfen Kommunen dabei, ihre Orte aus der Perspektive der Menschen vor Ort in den Blick zu nehmen und konkrete Verbesserungen anzustoßen. Dass sich so viele Städte und Gemeinden aus Nordrhein-Westfalen dafür interessieren, zeigt, wie wichtig gute Bedingungen für den Fußverkehr vor Ort sind.“ Landesweit hatten sich 41 Kommunen beworben, zwölf von ihnen erhielten den Zuschlag. Gietemann ergänzt: „Zu Fuß gehen betrifft alle. Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Einschränkungen. Deshalb ist der Fußverkehr für uns kein Randthema, sondern die Grundlage unserer Mobilität.“
In Kleve soll der Fokus des Fußverkehrschecks auf jeweils eine hochfrequentierte Verkehrsachse in der Unter- sowie der Oberstadt gelegt werden. Die Projektgebiete sollen unter den Gesichtspunkten der Barrierefreiheit, Aufenthaltsqualität, Orientierung und Sicherheit untersucht, bewertet und anschließend durch konkrete Maßnahmen für den Fußverkehr optimiert werden. Über konkrete Veranstaltungen im Rahmen des Fußverkehrs-Checks informiert die Stadt Kleve rechtzeitig im Voraus.
Im Bild (v.l.): Ulrich Hornig (Zukunftsnetz Mobilität NRW), Bernhard Klockhaus (Leiter Fachbereich Tiefbau der Stadt Kleve), Josef Gietemann (zweiter stellvertretender Bürgermeister der Stadt Kleve), NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer. Foto: Zukunftsnetz Mobilität NRW