Yvonne Tertilte-Rübo, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kleve, mit Prinz Tobi und Adju Simon Peters. Foto: HienDo
10. Februar 2026 · Kleve

„Frog dat Fröle“

Stadt Kleve setzt gemeinsam Prinz Tobi ein Zeichen für respektvolles Feiern im Karneval

KLEVE. Kleve feiert Karneval: bunt, fröhlich und respektvoll. Unter dem Aufruf „Frog dat Fröle“ setzt die Gleichstellungsstelle der Stadt Kleve gemeinsam mit dem Klever Prinzen Tobias und seiner Prinzengarde ein klares Zeichen gegen sexualisierte Übergriffe im Karneval. Die Botschaft ist eindeutig: „Nein heißt Nein“ – auch in der närrischen Zeit.

„Frog dat Fröle“ bedeutet auf Hochdeutsch „Frag die Frau“ und macht deutlich, wie wichtig aktives Nachfragen und klare Zustimmung sind. Die Initiative wurde 2017 von Studierenden des Studiengangs Gender & Diversity der Hochschule Rhein-Waal ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, Frauen und Mädchen ein sicheres und unbeschwertes Feiern in der Karnevalszeit zu ermöglichen und alle Feiernden für einen respektvollen Umgang zu sensibilisieren. Auf die Aktion weisen an der Brücke vor dem Klever Festzelt auch zwei große Banner in 17 Sprachen hin. Ergänzend wird über soziale Medien unter dem Hashtag #frogdatfroele umfassend über das Thema informiert. Die Kampagne ruft dazu auf, bewusst Zustimmung einzuholen, etwa beim Tanzen, Umarmen oder Küssen. Dabei gilt: Ein einmal gegebenes Einverständnis kann jederzeit widerrufen werden. Zustimmung bedeutet nicht, dass Grenzen dauerhaft aufgehoben sind. Jede Person hat das Recht, auch nach einem anfänglichen Ja ihre Meinung zu ändern und ein Nein zu äußern. Dieses Recht muss von allen respektiert werden. Gerade in der närrischen Zeit, in der ausgelassene Stimmung, Alkoholkonsum und dichtes Gedränge aufeinandertreffen, ist gegenseitige Rücksichtnahme besonders wichtig. Ein Nein gilt immer. Ohne Diskussion und ohne Rechtfertigung. Gleichzeitig sind aber auch Mitfeiernde gefragt, aufmerksam zu sein und Zivilcourage zu zeigen. „Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Grenzen einer Person überschritten werden, ist es wichtig, die betroffene Person anzusprechen und Hilfe anzubieten“, betont Yvonne Tertilte-Rübo, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kleve. Mit der Aktion setzen die Stadt Kleve sowie die Klever Prinzengarde ein deutliches Zeichen für einen Karneval, der von Respekt, Zustimmung und Zivilcourage geprägt ist, um das närrische Treiben sicher, fröhlich und unbeschwert zu machen. Weitere Infos zu ,,Frog Dat Fröle‘‘ finden sich unter https://www.kleve.de/stadt-kleve/service/gleichstellung/projekte-und-aktionen/frog-dat-froele.

Yvonne Tertilte-Rübo, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kleve, mit Prinz Tobi und Adju Simon Peters. Foto: HienDo