Kernsaniertes Kellergeschoss im Halderner Jugendheim, „Freiraum“ strahlt in neuem Glanz. Foto: privat
16. April 2026 · Rees

„Freiraum“ in Haldern: Jugendarbeit startet wieder

Umfangreiche Sanierung im Kellergeschoss des ehemaligen Jugendheims ist abgeschlossen

HALDERN. Die offene Jugendarbeit in Haldern hat eine lange Tradition. Seit mittlerweile 33 Jahren gibt es für Kinder und Jugendliche eine Anlaufstelle unter professioneller Leitung. Das Angebot umfasst mehr als „nur“ einen Freizeittreff, beinhaltet beispielsweise auch Beratungen und Hilfe in Konfliktfällen. Angesiedelt im ehemaligen katholischen Jugendheim, hat eben diese Jugendarbeit ein „neues“ Zuhause und einen neuen Namen: Im Kellergeschoss residiert nun der „Freiraum“, der anlässlich des Tages der offenen Tür des Vereins „heimlich erfolgreich“ am Samstag, 18. April, ab 16 Uhr ebenfalls zu einem Besuch einlädt.

"Alter Keller vor Sanierung, sichtbare Abnutzung, Foto: privat"

Vor der Sanierung war dem Keller das Alter deutlich anzusehen. Foto: privat Foto: privat

Rund 1.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit stecken in den umfangreichen Maßnahmen, die etwa 35 Jugendliche in den vergangenen sechs Monaten geleistet haben. „Wir haben das 120 Quadratmeter große Kellergeschoss kernsaniert“, berichtet Tim Jansen, Diplom-Sozialarbeiter und Leiter der offenen Jugendarbeit in Haldern. Nach 30 Jahren haben man den Räumlichkeiten ihr Alter angesehen. „Mit den hängenden Deckenlampen wirkte es wie in einer Garage der 80er Jahre“, erzählt Jansen.

38.000 Euro an Spenden für „Freiraum“ in Haldern

Neben der Beleuchtung wurden unter anderem auch Innenverkleidung, Böden, Elektrik, Küche, Einrichtung und Anstrich erneuert. Rund 38.000 Euro wurden in das umfangreiche Projekt gesteckt – ohne die Unterstützung von Sponsoren wäre dies kaum zu stemmen gewesen. Lions-Club Emmerich-Rees, Stiftung SL Naturenergie, Landfrauen Haldern, Jugendstiftung Rees, „Karneval mit Herz“, Kreis Kleve und Privatpersonen engagierten sich finanziell.

Doch auch ehemaliger Besucher, darunter Firmenbesitzer, unterstützten die Jugendlichen tatkräftig, insbesondere bei Arbeiten, die eine professionelle Hand erforderten. „Das alles kann man gar nicht genug wertschätzen“, betont Tim Jansen.

Neuer Name, neues Logo für die Jugendarbeit

"Freiraum-Außenfassade des ehemaligen Jugendheims in Haldern, modern gestaltet und renoviert, Foto: privat"

Das neue „Freiraum“ an der Außenfassade des ehemaligen Jugendheims in Haldern. Foto: privat Foto: privat

Bei dieser Gelegenheit erhielt der einstige KOT auch gleich einen neuen Namen und ein neues Logo. Mit „Freiraum“ sei ein „Raum der Möglichkeiten“ gemeint, „in dem jeder willkommen ist, sich Kinder und Jugendliche erproben können“, sagt Jansen und ergänzt: „Es gibt aber auch hier klare Regeln.“ Wichtig ist ihm, dass es „keine Grüppchenbildung gibt. Alle Kinder und Jugendliche sitzen an einem Tisch.“ Solche „Überschneidungen“ in der „vielschichtigen Besucherstruktur“, wie es Jansen formuliert, seien positiv, die jungen Besucher im „Freiraum“, im Alter zwischen 13 und Anfang 20, könnten so voneinander profitieren.

Nachdem die umfangreichen Arbeiten nun abgeschlossen sind, nimmt der „Freiraum“ innerhalb der kommenden zwei Wochen wieder für alle Gäste den Betrieb auf. Zwar sei man in katholischer Trägerschaft, über die Gemeinde St. Georg Haldern, „wir bieten aber konfessionsungebundene Jugendarbeit“, sagt Jansen. Die offizielle Eröffnung ist für September geplant, bis dahin soll der „Freiraum“ noch eine abschließende persönliche Note durch die Jugendlichen erhalten.

Mehr als nur ein neuer Anstrich: Das Kellergeschoss im Halderner Jugendheim wurde kernsaniert, damit erstrahlt der „Freiraum“ in neuem Glanz. Foto: privat