Michael Meier trat zum 1. Oktober 2024 seine Position in Kempen an.Foto: Maximilian von Lachner / artemed
17. Oktober 2024 · Niederrhein

Fokus auf frauenorientierter und gut betreuten Geburtshilfe

Hospital zum Heiligen Geist in Kempen begrüßt seinen neuen Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe

NIEDERRHEIN. Das Hospital Kempen freut sich, Michael Meier als neuen Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe willkommen zu heißen. Michael Meier, ein Facharzt mit umfangreicher Expertise im Bereich der Geburtshilfe und Perinatalmedizin, wird ab sofort die Leitung der Abteilung übernehmen und die Betreuung werdender Mütter sowie gynäkologischer Patientinnen weiter ausbauen.

Michael Meier war zuletzt als Oberarzt und Koordinator der Geburtshilfe am Florence-Nightingale-Krankenhaus in Düsseldorf tätig, wo er seit 2016 Erfahrungen gesammelt hat. Sein Schwerpunkt liegt in der Speziellen Geburtshilfe und Perinatalmedizin, einem besonders sensiblen Bereich, der sich auf Risikoschwangerschaften und die intensive Betreuung von Mutter und Kind vor, während und nach der Geburt konzentriert.

Welche Ziele und Visionen haben Sie für Ihre Abteilung?

Meier: Der Fokus liegt vor allem auf einer sehr frauenorientierten und gut betreuten Geburtshilfe. Nach Jahren der Versorgung von Risiko- und Frühgeburten an einer der größten Geburtskliniken des Landes NRW, bietet der Kreißsaal am Hospital zum Heiligen Geist die Möglichkeit, Geburtsmedizin zu entschleunigen, sich Zeit zu nehmen und auf die individuellen Wünsche der werdenden Eltern einzugehen. Gleichzeitig können wir die Sicherheit eines erfahrenen geburtshilflichen Teams garantieren. Nach der Geburt werden wir mit einer modernen Wochenbettbetreuung die besten Voraussetzungen für Bindung, das Kennenlernen des Neuankömmlings und die Begleitung im neuen Familienalltag bieten.

Parallel dazu wird die Gynäkologie mit einem breiten Spektrum an regulären gynäkologischen Krankheitsbildern die Versorgung der Region fortführen. Während wir spezielle Fälle über ausgezeichnete Kooperationen mit anderen Häusern abdecken, können wir uns hier auf eine intensive und individualisierte Betreuung der Patientinnen konzentrieren.

Was ist Ihnen im Umgang mit Patientinnen besonders wichtig?

Meier: Das Gesundheitswesen steht heutzutage häufig als Synonym für Stress und Hektik der Mitarbeiter – leider! Mir ist es ein besonderes Anliegen, dass Frauen sich in unserer Klinik gut aufgehoben fühlen. Wir wollen ein offenes Ohr für ihre Anliegen bieten und die Fähigkeit bewahren, zuzuhören. Wenn wir es schaffen, das Wohl unserer Entbindenden und Patientinnen in den Fokus zu rücken, haben wir das wichtigste Ziel erreicht.

In welchen Bereichen sehen Sie sich als besonders erfahren oder spezialisiert?

Meier: Mein Herz schlägt für die Geburtshilfe. Nach meiner Facharztausbildung habe ich nun acht Jahre in einer der größten Geburtskliniken in NRW ver-bracht, mit über 3.000 Geburten pro Jahr, und zeitweise die Leitung der Geburtshilfe innegehabt. Zudem habe ich die Weiterbildung zur „Speziellen Ge-burtshilfe und Perinatalmedizin“ absolviert und sehe meine Spezialisierung in diesem Bereich. Ich habe umfassende Erfahrung in der vaginalen Entbindung von Beckenendlagen, Zwillingen sowie bei Frauen nach einem Kaiserschnitt.

Welche Entwicklungen in Ihrem Fachbereich halten Sie derzeit für besonders wichtig?

Meier: Familienorientierte Geburtshilfe, Bindungsförderung, die Begleitung der Eltern ins Familienleben sowie die Berücksichtigung und Förderung individueller Wünsche rund um das Thema Geburt halte ich aktuell für sehr relevant.

Michael Meier trat zum 1. Oktober 2024 seine Position in Kempen an.Foto: Maximilian von Lachner / artemed