Kalkars Bürgermeisterin Alexandra Schacky mit den Geehrten. Foto: Seeblickfotografie
21. Oktober 2026 · Kalkar

Feuerwehr Kalkar: Ehrungen und Führungswechsel beim Stadtfeuerwehrfest in Kalkar

Ein Leben für die Feuerwehr

KALKAR. 25, 35, 40 und sogar 50 Jahre im Dienst der Feuerwehr. Beim Stadtfeuerwehrfest am Samstag, dem 10. Oktober 2026 standen in Kalkar die Menschen im Mittelpunkt, die sich über Jahrzehnte für die Sicherheit ihrer Mitmenschen einsetzen. Neben den Ehrungen langjähriger Feuerwehrangehöriger prägten auch wichtige Veränderungen in der Führung der Feuerwehr Kalkar den Festabend. Ein Vierteljahrhundert, 35, 40 oder sogar 50 Jahre ehrenamtlicher Feuerwehrdienst: hinter diesen Zahlen stehen unzählige Stunden im Einsatz, bei Übungen und Lehrgängen sowie die Bereitschaft, jederzeit für andere da zu sein.

Beim Stadtfeuerwehrfest der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kalkar wurden Feuerwehrangehörige für ihre langjährige Treue und ihr Engagement ausgezeichnet. Die Ehrungen machten deutlich, was eine Freiwillige Feuerwehr über Generationen hinweg trägt: Menschen, die Verantwortung übernehmen, ihre Freizeit in den Dienst der Gemeinschaft stellen und ihrem Ehrenamt oft über Jahrzehnte hinweg verbunden bleiben. Für dieses Engagement wurde den Jubilaren im Rahmen des Festaktes besondere Anerkennung ausgesprochen. Jahrzehntelanger Einsatz für die Gemeinschaft Für 25 Jahre Feuerwehrdienst wurden Andreas Kühnen und Andreas van Look von der Löschgruppe Appeldorn geehrt. Auf 35 Jahre im Dienst der Feuerwehr blicken acht Jubilare zurück. Christoph Jakobs und Jörg Jansen von der Löschgruppe Hönnepel, Holger Hermsen, Michael Vogt, Frank Vermaasen und Frank Winhuysen vom Löschzug Kalkar, Heiko Smaalders von der Löschgruppe Niedermörmter sowie Jörg Schick von der Löschgruppe Appeldorn. Für 40 Jahre Feuerwehrdienst wurde Franz Peerenboom von der Löschgruppe Wissel ausgezeichnet.

Ein ganz besonderes Zeichen langjähriger Verbundenheit mit der Feuerwehr setzten die Jubilare mit 50 Dienstjahren. Gerhard Alders und Herman Josef Schoofs von der Löschgruppe Hönnepel, Helmut Hessel vom Löschzug Kalkar, Heinz-Wilhelm Smaalders von der Löschgruppe Niedermörmter sowie Theo Leukers von der Löschgruppe Wissel wurden für ein halbes Jahrhundert Feuerwehrdienst geehrt. Die Ehrungen für 50 Jahre Feuerwehrdienst standen auch im Zeichen der beiden Jubiläen, die an diesem Abend gefeiert wurden: Sowohl der Löschzug Kalkar als auch die Löschgruppe Appeldorn blicken auf eine 100-jährige Geschichte zurück.

Ein halbes Jahrhundert im Feuerwehrdienst bedeutet, die Entwicklung der Feuerwehr über viele Jahre miterlebt und mitgestaltet zu haben. Fahrzeuge, Technik, Ausrüstung und Einsatzanforderungen haben sich verändert. Geblieben ist die Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen und sich auf die Kameradinnen und Kameraden verlassen zu können. Wie eng die Feuerwehr mitunter über Generationen hinweg mit einer Familie verbunden ist, zeigt das Beispiel der Familie Smaalders. Heiko Smaalders wurde für 35 Jahre, Heinz-Wilhelm Smaalders für 50 Jahre Feuerwehrdienst geehrt. Auch die nächste Generation ist bereits in der Jugendfeuerwehr dabei. Familiengeschichten wie diese zeigen, wie Begeisterung, Erfahrung und Verantwortung innerhalb der Feuerwehr weitergegeben werden.

Damit wird auch der Gedanke lebendig, den Maurice Bücken in seiner Festrede zum 100-jährigen Bestehen der Löschgruppe Appeldorn beschrieben hatte: Der Funke, der vor einem Jahrhundert entzündet wurde, brennt bis heute und wird von Generation zu Generation weitergegeben. Führungswechsel beim Löschzug Kalkar Neben den Ehrungen langjähriger Feuerwehrangehöriger stand ein weiterer besonderer Moment auf dem Programm: Nach neun Jahren an der Spitze des Löschzuges Kalkar übergab Johannes Fehlemann seine Funktion als Löschzugführer an seinen bisherigen Stellvertreter Andreas Arntz. In seiner persönlichen Ansprache blickte Fehlemann auf die gemeinsame Zeit zurück. Dabei würdigte er insbesondere die Kameradschaft, das gegenseitige Vertrauen und die hohe Einsatzbereitschaft innerhalb des Löschzuges.

Der Wechsel fällt in ein besonderes Jahr: Ausgerechnet im Jahr des 100-jährigen Bestehens des Löschzuges Kalkar beginnt damit ein neues Kapitel in dessen Geschichte. Mit Andreas Arntz übernimmt ein bisheriger Stellvertreter die Verantwortung für die Führung der Einheit.

Auch auf Ebene der Gesamtwehr wurden wichtige personelle Entscheidungen bekannt gegeben. Der bisherige stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Erwin Grootens, wurde im Rahmen des Festabends aus seiner Funktion verabschiedet. Der anhaltende Applaus der Anwesenden machte deutlich, welche Anerkennung ihm für seine geleistete Arbeit entgegengebracht wurde. Der Feuerwehr bleibt er weiterhin als aktiver Kamerad im Löschzug Kalkar erhalten. Gleichzeitig wurde Johannes Fehlemann zum neuen stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Kalkar ernannt. Roland Matenaer wurde für eine weitere Amtszeit zum Leiter der Feuerwehr bestellt. Gemeinsam mit den stellvertretenden Leitern Marc Meyer und Johannes Fehlemann bildet er künftig die Leitung der Feuerwehr Kalkar. Damit verbindet der Festabend den Rückblick auf die langjährige Geschichte der Feuerwehr mit wichtigen Entscheidungen für ihre Zukunft. Während die Jubilare für Beständigkeit, Erfahrung und jahrzehntelanges Engagement stehen, übernehmen andere Verantwortung für die kommenden Jahre.

Die Ehrungen und personellen Veränderungen machten deutlich, wie eng Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bei der Feuerwehr miteinander verbunden sind. Menschen, die ihrer Feuerwehr über Jahrzehnte treu bleiben, geben ihre Erfahrungen weiter und prägen die Gemeinschaft. Gleichzeitig braucht es immer wieder Menschen, die bereit sind, neue Aufgaben zu übernehmen und Verantwortung zu tragen. So wurde das Stadtfeuerwehrfest in Kalkar nicht nur zu einem Abend der Jubiläen, sondern auch zu einer Würdigung des ehrenamtlichen Engagements, das die Feuerwehr seit Generationen ausmacht.

Kalkars Bürgermeisterin Alexandra Schacky mit den Geehrten. Foto: Seeblickfotografie