"Weihbischof Karl Borsch leitet Pontifikalamt in Aachen, 13. September, Bistum Aachen"
8. September 2026 · Kevelaer

Festliches Wochenende in Sankt Marien

Feierliche Gottesdienste am Samstag und Sonntag in Kevelaer

KEVELAER. „Spätestens, wenn es September geworden ist, ist viel los auf dem Kapellenplatz.“ Das kann Dr. Rainer Killich bestätigen. Als Generalsekretär der Wallfahrt ist er um die reibungslosen Abläufe und Koordination der Wallfahrten und Pilgergruppen bemüht.

„Ein großer Teil der organisierten Gruppen kommen von Anfang August bis Ende September zu uns. Das ist manchmal eine logistische Herausforderung, aber sicher auch ein Luxusproblem“, so Killich. Der Rektor der Wallfahrt, Pfarrer Stefan Dördelmann, kann sich nur freuen: „Die Vielzahl der Menschen, ihre gute Stimmung, die Unterschiedlichkeit und Vielfalt, aber auch die berührenden Gespräche... das alles ist ein Geschenk, über das wir uns hier in Kevelaer freuen!“.

Am kommenden Wochenende lädt die Pfarr- und Wallfahrtsgemeinde St. Marien zu einer Reihe von festlichen Gottesdiensten ein. Anlass sind gleich zwei Marienfeste.

Den Auftakt macht das Pontifikalamt am Samstag, 12. September, um 10 Uhr in der Basilika. Die feierliche Eucharistiefeier wird von Weihbischof Rolf Lohmann aus Xanten gefeiert. „An diesem Tag feiert die Kirche das Fest Maria Namen.“, so Pastoralreferent Dr. Bastian Rütten. „Man könnte sagen, es ist das Namenstagsfest der Mutter Gottes. Und vielleicht ist es im Kern so, wie im Geburtstaglied: „Wie schön, dass du geboren bist! Wir hätten dich sonst sehr vermisst!“, schmunzelt Rütten. Diese festliche Liturgie wird von der Choralschola der Basilikamusik gestaltet.

Am Abend des Tages begrüßen die Besucher der Basilika unzählige brennende Kerzen. „Die Vigilfeier am Vorabend des Sonntags ist nicht nur stimmungsvoll. Mit der Lichtfeier am Ende sehen wir, was wir in diesen Tagen besonders brauchen. Es ist die Botschaft, dass wir den bedrohlichen Dunkelheiten Licht entgegenhalten“, so Pfarrer Dördelmann. Die Feier wird vom Familienchor der Basilikamusik gestaltet. An der Orgel spielt Basilikaorganist Elmar Lehnen. Die Predigt hält Pfrarrer Sebastian Frye.

Es schließt sich eine kurze Prozession an die Feier an. „Über den Kapellenplatz ziehen wir zwischen Kerzenkapelle und Forum Pax Christi vor die Gnadenkapelle. Dort endet die Feier mit einem Abendsegen“, sagt Bastian Rütten. Dass am gleichen Abend die traditionelle „Nacht der Trends“ stattfindet, empfindet Rütten nicht als störend. „Wir werden gut aufeinander Rücksicht nehmen und wissen ja alle, dass wir uns in Kevelaer gut ergänzen können. Vielleicht lockt ja die besondere Atmosphäre der Vigil auch neugierige Menschen in die Basilika. Die Türen stehen offen und wir freuen uns!“.

Pontifikalamt am Sonntag

„Die großen Feste haben bei uns immer noch einmal Raum am Sonntag“, kann Rainer Killich berichten. „Das hat Tradition und zieht viele Menschen an, die unter der Woche keine Möglichkeiten haben“. So feiert Weihbischof Karl Borsch aus Aachen das Pontifikalamt anlässlich des Festes Maria Geburt am Sonntag, 13. September, um 10 Uhr in der Basilika. Der Aachener Weihbischof kommt regelmäßig und gerne nach Kevelaer. „Der Besuch zu diesem Fest sagt auch etwas über die gute Beziehung zwischen den beiden Bistümern aus“, sagt Stefan Dördelmann. Und Rainer Killich ergänzt: „Eine große Zahl von Pilgergruppen kommt aus dem Bistum Aachen. Wir sind ja quasi direkte Nachbarn“.

An den Festtagen gibt es noch eine weitere Besonderheit: Nach den Pilgerandachten am Samstag und Sonntag um 15 Uhr laden die jeweiligen Seelsorger zu einem Einzelsegen ein. „Das ist jedes Mal sehr berührend“, so Pastoralreferent Bastian Rütten. Und es zeige den Kern der Aufgabe von Seelsorge an diesem besonderen Pilgerort. „Segen sein, jemanden Gutes zu sagen, das ist ein großer Trost und dazu tut es gut“, sagt Rütten. „Wir freuen uns auf die Menschen“, sind sich Dördelmann, Rütten und Killich einig.

Weihbischof Karl Borsch aus Aachen feiert das Pontifikalamt am Sonntag, 13. September. Foto: Bistum Aachen/Andreas Schmitter