„Europas kranker Riese – Russlands Weg in die Diktatur“
Osteuropa-Experte Franz Smets liest in Kevelaer
KEVELAER. Der aus Kevelaer stammende Journalist und Osteuropa-Historiker Franz Smets hat den Zusammenbruch der UdSSR von 1988 bis 1995 aus nächster Nähe in Moskau erlebt. Die Erlebnisse jener historischen Epoche haben ihn seither nicht losgelassen, zumal klar wurde: Der auf den Trümmern der Sowjetunion entstehende Staat Russland hatte sich nur für eine kurze Zeit geöffnet.
Smets‘ Erlebnisse und die Begegnungen mit vielen Menschen in diversen Teilen des Landes blieben außergewöhnlich, denn die Öffnung führte das Land in die Anarchie. Der Schleier des Geheimen wurde nur für einen kurzen Moment gelüftet und Außenstehende konnten sich zum ersten Mal seit Jahrzehnten einen Einblick in das ansonsten verschlossene und unergründliche Riesenreich verschaffen. Russland hatte für einen kurzen Moment die Möglichkeit, zwischen Demokratie und Diktatur zu entscheiden – es wählte den Weg in die Diktatur. Davon handelt dieses Buch.
Franz Smets hat sich seit den 1970er Jahren mit der Sowjetunion beziehungsweise Russland und Osteuropa befasst, zunächst als Student der Geschichte Osteuropas und der Slawistik sowie als Reisender, dann als Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur.
Die Bücherstube im Centrum in Kevelaer konnte Franz Smets für eine Lesung aus seinem Buch „Europas kranker Riese – Russlands Weg in die Diktatur“ gewinnen. Sie findet statt am Donnertag, 5. November, um 19 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) im Hotel „Goldener Löwe" in Kevelaer, Amsterdamer Straße 13. Karten gibt es für acht Euro in der Büchstube im Centrum, Hauptstraße 48-50.
Der aus Kevelaer stammende Journalist und Osteuropa-Historiker Franz Smets kommt für eine Lesung in die alte Heimat. Foto: privat