Austausch in Emmerich: (v. l.) Udo Jessner, Kenneth Maaßen, Sara Kreipe, Stephan Haupt und Gisbert Schneider.Foto: Bavaria Luftbild
2. Mai 2022 · Emmerich

Essity baut bis 2024 den Standort in Emmerich aus

Unternehmen investiert rund acht Millionen für Werkserweiterung

EMMERICH. Essity stärkt seinen Standort in Emmerich für die Zukunft. Das Hygiene- und Gesundheitsunternehmen investiert bis 2024 rund acht Millionen Euro in den Ausbau des Werkes: Den Anfang macht die Umsiedlung des bisherigen Warenlagers in eine benachbarte Halle. Damit schafft Essity Platz für die Installation weiterer Hightech-Strickmaschinen, um die Nachfrage nach Kompressionslösungen auf dem Weltmarkt zu bedienen.

Im Werk Emmerich entstehen medizinische Kompressionslösungen, mit denen phlebologische und lymphologische Erkrankungen von Patienten auf der ganzen Welt behandelt werden. Aktuell wird eine Lagerhalle, die Essity von einem benachbarten Speditionsunternehmen erworben hat, umgebaut und an die Anforderungen des Werkes angepasst. Unter anderem wird ein komplett neues Regalsystem installiert. Anschließend siedelt das bisherige Warenlager um, und ein Großprojekt beginnt.

Nach und nach werden in den kommenden Monaten fast alle Produktionsabteilungen innerhalb des Werkes umgezogen und neu strukturiert. Dabei werden nicht nur bereits vorhandene Prozesse weiter optimiert: Indem sich die Anordnung der Bereiche leicht verändert, verbessert sich zum Beispiel der Warenfluss und alles wird neu mit dem automatischen Warentransportsystem verbunden. Es entsteht vor allem auch ausreichend Platz, um die sogenannte Flachstrickerei zu vergrößern und zusätzliche Strickmaschinen für ein innovatives Fertigungsverfahren zu installieren.

Die sogenannte Contur-Fit-Technologie wurde im Essity-Werk Emmerich entwickelt und ist bislang einmalig auf der Welt: Im Gegensatz zur herkömmlichen Flachstrickherstellung ermöglicht sie die Produktion von maßgeschneiderten Kompressionslösungen, die sich perfekt an die jeweils individuelle Körperform anpassen. Das verbessert die Bewegungsfreiheit und damit den Komfort für Menschen, die aufgrund eines Lymph- oder Lipödems auf eine Kompressionsversorgung angewiesen sind.

Istvan Takacs, seit 1. Dezember 2021 der neue Leiter des Werks, sagt: „Mit der aktuellen Investition würdigt Essity diese Leistung und stärkt den Standort zusätzlich für die Zukunft.“ Er sei davon überzeugt, damit das Werk noch weiter voranbringen zu können.

Austausch in Emmerich: (v. l.) Udo Jessner, Kenneth Maaßen, Sara Kreipe, Stephan Haupt und Gisbert Schneider.Foto: Bavaria Luftbild