Erzählzelt in der Kita in Bienen
Spannende Geschichten im St.-Theresien-Kindergarten
BIENEN. Im Rahmen der Erzählerausbildung der Kitaleitung Birgit Naves hat das rote Erzählzelt den St.-Theresien-Kindergarten Bienen besucht. Wettergedingt wurde das Zelt in der Turnhalle aufgebaut und schaffte dort eine gemütliche Atmosphäre in blau.
Als Erstes kamen die Kleinsten in den Genuss einer Geschichte zu lauschen. Sie waren so aufmerksam und hätten gerne noch einer 2. Geschichte zugehört. Doch da kamen schon die Spurtis (die angehenden Schulkinder) des Sonnenschein-Kindergartens Rees zu Besuch. Sie hatten die Einladung gerne angenommen, um sich beim Lauschen der Geschichten eigene Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Dort hörten sie sehr aufmerksam zu und hingen gespannt an die Lippen der Erzähler Marco Heumer und Birgit Naves. So wunderte es nicht, dass sie noch eine Zugabe einforderten. Hierbei konnten sie gleich mitmachen. Bevor es nun auf den Rückweg nach Rees ging, bekam noch jeder eine Tüte Popcorn mit.
Nun waren endlich die Kinder des St. Theresien Kindergarten selbst an der Reihe. Mit ihren Eintrittskarten standen sie vorm Eingang und warteten darauf ihre Karten entwerten zu lassen. Als alle einen Platz auf den Kissen gefunden hatte, begann Ruth (Erzählerin), die extra aus Münster angereist ist, um hier mit den Kindern eine Gedankenreise von der Schildkröte im Kuhstall zu unternehmen. Diese Schildkröte ist aus dem Terrarium geklettert und hat im Stall eine Kuh kennen gelernt. Diese musste sie auch gleich fragen, warum sie Kleiderhaken am Kopf, einen Handschuh zwischen den Beinen und ein Bettvorleger um den Bauch hat. Die Erzählerin hat den Kindern einen eigenen „Kinofilm“ im Kopf hinterlassen. Auch Marco bei der Geschichte von Jungen und seinen Geburtstagswunsch des Fliegens, die Kinder in die eigene Fantasie eintauchen lassen.
Anschließen konnten die Kinder im Sitzkreis mit Popcorn gleich die lustigen Geschichten nacherzählen. Erstaunlich wie viele kleine Einzelheiten sie sich gemerkt haben.
Nach der Mittagspause hatten die Eltern eine ansprechende und einladende Cafeteria im Gruppenraum aufgebaut. Alle Eltern haben zuhause Muffins oder Plätzchen gebacken. Vor der Familien-Vorstellung konnten sie sich gemütlich zusammensetzen und es sich schmecken lassen. Die Kinder bekamen mit ihrer Eintrittskarte ein Eis und konnten sich draußen noch austoben. Zu dieser Zeit durften sich, in einer separaten Erwachsenen Vorstellung, Großeltern, Senioren und andere Interessierte wieder zurück in die Kindheit versetzten lassen. Diese bekamen gleich drei Geschichten und eine Zugabe.
Ruth hat mit der Geschichte von der Steinsuppe kein Rezept weitergegeben, sondern die Erlebnisse eines Wolfes mit einem Huhn und ihren Freunden erzählt. Birgit ist mit Ihren erwachsenen Zuhörern auf eine gemeinsame Reise, auf der überall Geschichten zu finden sind und wie man schnell selbst welche erfinden kann. Marco konnte von den lustigen Eigenheiten eines holländischen Königs berichten. Die Zugabe entführte die Zuhörer in das schöne Landleben rings um den Kindergarten mit Feldern und Wiesen als Gegensatz zur wuseligen Stadt aus der Sicht von Mäusen.
Nach begeistertem Applaus durften dann auch die Erwachsenen bei Kaffee und Plätzchen in Ruhe über das Erlebte austauschen und die angenehme Atmosphäre genießen.
Um 15 Uhr wurde die Turnhalle dann richtig voll. Die Kinder machten es sich mit den Eltern bequem und tauchten trotz des aufregenden Tages noch tief mit in die Geschichte vom Großen Platsch und vom Bauer mit der seltsamen Kuh ein. Tief versunken beobachteten sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen die Erzähler und gingen nicht ohne Zugabe nach Hause.
Gebannt lauschen die Kinder den Geschichten im Erzählzelt. Foto: privat