Bunt geschmückte Wagen beim Umzug am 3. Oktober, Tag der Deutschen Einheit.
1. Oktober 2026 · Goch

Erntedankfest in Pfalzdorf

Gemeinsam feiern, gemeinsam anpacken

PFALZDORF. Wenn sich in Pfalzdorf die Erntewagen schmücken, die Vereine, Nachbarschaften und Freundeskreise zusammenrücken und Groß und Klein auf den Straßen stehen, dann ist wieder Erntedankfest. Am 3. Oktober ist es erneut so weit – und einmal mehr soll das traditionsreiche Fest zu einem besonderen Tag für das ganze Dorf werden. Los geht es um 12 Uhr mit einem Ökumenischen Gottesdienst in der Ostkirche (Kirchstraße 142). Im Anschluss wird gegenüber im Saal des Schwarzen Adlers das Kindererntepaar gekrönt. Die kleinen Repräsentanten des Erntedankfestes kommen diesmal aus dem Kindergarten Zipfelmütze und dürfen sich auf einen ganz besonderen Moment freuen.

Der Höhepunkt des Nachmittags folgt um 14 Uhr: Dann setzt sich der große Erntedankumzug mit seinen aufwendig und liebevoll geschmückten Erntewagen in Bewegung. Einmal geht es durch Pfalzdorf – vorbei an hoffentlich zahlreichen Zuschauern am Straßenrand – und anschließend zurück zum Festgelände am Schwarzen Adler. Die genaue Zugstrecke wird rechtzeitig auf der Internetseite des Pfalzdorfer Erntefestes veröffentlicht. Doch auch wer nicht selbst im Umzug mitfährt, muss auf Erntedankstimmung nicht verzichten. Auf dem Festgelände wartet ein buntes Programm auf die Besucher. Für die jüngsten Gäste gibt es Kinderspaß mit Hüpfburg, Spielen und Kinderschminken. Und natürlich darf eine echte Pfalzdorfer Erntedanktradition nicht fehlen: das große Kuchenbuffet mit selbstgebackenen Kuchen. Zusammen mit einer Tasse Kaffee und den Auftritten des Tambourcorps Till-Moyland, den „Brisk Boots“, einer Linedance-Gruppe aus Weeze und den Niers-Pipes & Drums lässt es sich wunderbar verweilen. Gegen 16.15/16.30 Uhr werden die ersten Erntewagen wieder am Festgelände erwartet. Wer den Umzug verpasst hat oder die Wagen noch einmal aus nächster Nähe sehen möchte, bekommt damit eine zweite Gelegenheit, die liebevoll gestalteten Fahrzeuge zu bewundern.

Ab 17 Uhr wird es spannend. Eingeläutet durch den Fanfarenzug Pfalzdorf wird nach der Verleihung der Karl-Heinz-Wessels Ehrentafel und Tänzen der Volkstanzgruppe die neue Erntekönigin gekrönt. Wer in diesem Jahr die Krone tragen wird, bleibt bis dahin allerdings noch ein gut gehütetes Geheimnis. Der erste Tanz des Ernteballs ist der Erntekönigin vorbehalten. Damit eröffnet sie ab circa 18 Uhr den Ernteball. „Wie in den letzten Jahren ist der Eintritt zum Ernteball gratis“, verkündet Marcus Kilzer, Kassierer des Erntedankkomitees, und hofft, daran auch zukünftig festhalten zu können. Was das Erntedankfest in Pfalzdorf seit vielen Jahren ausmacht, ist dabei mehr als ein schöner Umzug oder ein buntes Programm. Es ist vor allem die Gemeinschaft dahinter. Ein Fest vom Dorf für das Dorf, mit familienfreundlichen Preisen, viel ehrenamtlichem Engagement und unzähligen Stunden, die von freiwilligen Helfern investiert werden.

Besonders erfreulich ist die Resonanz auf die Aktion „Gemeinsam feiern, gemeinsam anpacken“. „Es ist großartig, wie viele neue Menschen mit anpacken und uns beim Aufbau, hinter den Theken und an vielen anderen Stellen unterstützen“, freut sich Anke Brands, erste Vorsitzende des Erntedankkomitees. „Ein Fest wie dieses braucht beides“, ergänzt Birte Metzelaers, „zum einen viele Hände, die Wagen schmücken, Kuchen backen, aufbauen, ausschenken, organisieren, aufräumen und zum anderen natürlich Menschen, die gerne kommen, zuschauen, miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam einen schönen Tag verbringen. Das Erntedankfest ist damit auch in seiner 34. Auflage ein Fest, das Tradition und Zukunft miteinander verbindet. Ein Fest für die Kinder, für Familien, für die Vereine, für alteingesessene Pfalzdorfer und für alle, die neu dazugehören möchten. Wer selbst noch mithelfen und Teil des Teams werden möchte, kann sich über www.pfalzdorfer-erntedank.de informieren oder per E-Mail an info@pfalzdorfer-erntedank.de Kontakt aufnehmen.

Bunt geschmückte Wagen ziehen am 3. Oktober wieder durch die Straßen. Foto: privat