Emmerich: Würdigung und Wertschätzung für Veteranen
Erster Veteranentag in der Hansestadt – Geldspenden für krebskranke Kinder
EMMERICH. Erstmals hat in Emmerich eine öffentliche Veranstaltung zu Ehren der Veteranen der Bundeswehr stattgefunden. Im Rahmen des bundesweiten Nationalen Veteranentags versammelten sich zahlreiche Besucher, ehemalige Soldaten sowie Vertreter von Traditions- und Reservistenverbänden aus dem Bundesgebiet auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehrstandorts.
Den Auftakt zumersten Nationalen Veteranentag bildete ein Feldgottesdienst mit dem ehemaligen Militärpfarrer Sascha Herrmann, der selbst zweimal im Auslandseinsatz in Afghanistan war – und damit aus eigener Erfahrung sprach.
Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Enthüllung einer das Stadtbild prägenden Stele zur Erinnerung an das ehemalige Pionierbataillon 140 und weiterer militärischer Dienststellen an der heutigen Moritz-von-Nassau Straße. Oberstleutnant a.D. Joachim Sigmund, ehemaliger Kommandeur des Pionierbataillons 140 und seit Gründung im Jahr 2007 Vorsitzender der Emmericher Pionierkameradschaft, übergab die durch Sponsoren ermöglichte Stele an die Stadt. Sie würdigt die Geschichte des Standorts und den Dienst der dort stationierten Soldaten in besonderer Weise. Die Stele wurde durch die Phoenix Management Deutschland, vertreten durch Geschäftsführer Matthias Wünsch von der Heyden, als Hauptsponsor ermöglicht. Der gestalterische Entwurf stammt von Oberstabsfeldwebel a.D. Klaus Hering. Die Umsetzung erfolgte durch die Firma Stahlbau Beikirch sowie Werbetechnik Kersjes aus Emmerich.
Bürgermeister Hinze betonte in seiner Ansprache die Bedeutung von Anerkennung und Respekt für Veteranen: „Wir sehen Sie. Wir schätzen Ihren Dienst. Wir danken Ihnen.“ Der Veteranentag sei ein Tag der Gemeinschaft und Mahnung – für Frieden, Freiheit und gesellschaftliche Verantwortung.
Sigmund bedankte sich stellvertretend für die Veteranen bei allen Unterstützern. Den Betreibern des B&B Hotels an der Georg-Elser-Straße überreichte er die Moritz-von-Nassau-Medaille – versehen mit einer Widmung der ehemaligen Emmericher Pioniere – als sichtbares Zeichen der Anerkennung und Erinnerung an den für die Stadtgeschichte bedeutsamen Tag.
Ein musikalisches Highlight bot der ukrainische Frauenchor, der sich wöchentlich im Emmericher Begegnungscafé „Bake“ zur Chorprobe trifft. Mit bewegenden Liedbeiträgen setzte der Chor einen emotionalen Akzent. Auch der bekannte Musiker Mattes Wissing ließ es sich nicht nehmen, den ersten Nationalen Veteranentag mit seinem unvergesslichen Sound melodisch zu bereichern.
Für das leibliche Wohl sorgte Sven Westhoff, der die von ihm frisch gegrillten Bratwürste kostenlos reichte und dabei um Spenden für eine Kinderkrebsklinik bat. Insgesamt kamen 365 Euro zusammen, die krebskranken Kindern zugutekommen.
Der erste Nationale Veteranentag wurde von der Stadt Emmerich gemeinsam mit dem Traditionsverband der ehemaligen Emmericher Pioniere organisiert. Ein musikalisch und menschlich geprägtes Beisammensein rundete den Tag ab.
Bürgermeister Peter Hinze, Projektentwickler Matthias Wünsch von der Heyden und Oberstleutnant a.D. Joachim Sigmund (v. l.) vor der neuen Stele an der Moritz-von-Nassau Straße. Foto: Stadt Emmerich