"Harry Schulz Vortrag im Rheinmuseum Emmerich, NN-Foto: Michael Bühs"
22. September 2026 · Emmerich

Emmerich: Deichgräf Schulz warnt vor „Hochwasserdemenz“

Geschichstverein lädt am 1. Oktober ins Rheinmuseum ein: Vortrag beleuchtet historische und aktuelle Hochwasserrisiken

EMMERICH. „Kann das Hochwasser des Rheins noch eine Gefahr sein? Leiden wir schon an der ‚Hochwasserdemenz‘?“ Diesen Fragen geht Deichgräf Harry Schulz in einem Vortrag am Donnerstag, 1. Oktober, ab 19 Uhr nach, zu dem der Geschichtsverein Emmerich ins Rheinmuseum einlädt.

Der gebürtige Emmericher Schulz wird in seiner Heimatstadt aus der Erfahrung berichten können. Denn die Wasserverbände (früher Deichschauen genannt) können aus fast 800 Jahren Erfahrung mit dem Wasserschutz am Niederrhein schöpfen.

Angesichts des am 8. August 2026 mit -18 Zentimetern am Pegel Emmerich niedrigsten jemals gemessenem Wasserstandes in der Hansestadt scheint der Gedanke, sich vor dem nächsten Hochwasser schützen zu müssen, abwegig zu sein. Die Deichverbände am Rhein, auch in Kooperation mit niederländischen Verbänden, wissen es jedoch besser und warnen vor der „Hochwasserdemenz“.

Der Emmericher Geschichtsverein bietet diesen Abend im Rahmen seines Jahresprogramms zum Thema „Hochwasser verbindet – unsere Region, unsere Zukunft“ an. Diese von der Euregio Rhein-Waal durch das Interreg-Programm geförderte, gemeinsam mit Liemers-Niederrhein und niederländischen Partnern organisierte Vortragsreihe soll an das Jahrhunderthochwasser 1926 erinnern und für den Rhein als Lebens- und gleichzeitig Gefahrensader sensibilisieren.

Im Rheinmuseum Emmerich findet der Vortrag von Harry Schulz statt. NN-Foto: Michael Bühs