"Polizeiwarnung vor Betrugsversuchen gegen Vereine, Foto von Polizei"
22. Mai 2026 · Emmerich

Emmerich: Betrug per SMS und „WhatsApp“-Nachrichten

Angeblicher Vereinskamerad bittet um Hilfe – Polizei warnt vor vermehrten Betrugsversuchen in der jüngeren Vergangenheit

EMMERICH. Eine bisher unbekannte Person hat in Emmerich am Montag, 11. Mai, ein Vorstandmitglied eines Vereins per SMS kontaktiert. Angeblich sei der Schreiber ein anderes Vorstandsmitglied und habe eine neue Handy-Nummer. Kurz darauf meldete sich nach Angaben der Polizei der angebliche Vorstandskollege und erklärte, er sei in einem Notfall und müsse dringend eine Rechnung überweisen.

Der Emmericher rief den vermeintlichen Freund an, jedoch war die Verbindung sehr schlecht. Trotzdem war der Angeschriebene überzeugt, dass es sich um seinen Vereinskameraden handeln würde. Diese Überweisung würde aber nicht über das Handy funktionieren, daher bat er den Emmericher, dies für ihn zu übernehmen.

Es kam dann zu zwei Überweisungen mit einem Gesamtbetrag in mittlerer vierstelliger Höhe. Erst als der 75-Jährige jetzt einen Anruf seines Freundes mit alter und bekannter Telefonnummer erhielt, wurde ihm der Betrug bewusst. Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt. Vermutlich haben die Betrüger die Telefonnummern der beiden Vorstandsmitglieder aus der Internetseite ihres Vereins rausgefunden.

Betrugsversuche zum Nachteil von Vereinen sind in der jüngsten Vergangenheit vermehrt bekannt geworden, wie die Polizei mitteilt. Ob gefälschte Anschreiben über angebliche Steuernachforderungen, Bitten von Überweisungen per Email, bei denen an sich bekannte E-Mail-Adressen leicht abgeändert verwandt werden oder auch dieser Betrug per SMS und WhatsApp, die Varianten sind ebenso facettenreich wie bei den bisher bekannten Betrugsversuchen gegenüber Privatpersonen.

Die Polizei rät, bei Geldwünschen oder -forderungen immer den direkten Kontakt zu den vermeintlichen Nachrichtenerstellern zu suchen, um 100-prozentig sicherzugehen, dass es sich wirklich um die richtige Person handelt. Sollte die Identität nicht eindeutig klar sein, sollten Geldüberweisungen oder der Übergabe von Bargeld oder Wertsachen nicht durchgeführt werden. Man sollte sich auch nicht unter Druck setzen lassen – ein Freund oder Verwandter, der tatsächlich Hilfe braucht, wird Verständnis dafür haben, wenn man sich vorher vergewissert.

Grundsätzliche Präventionshinweise zum Thema Betrug und wie man sich davor schützen kann, sind unter anderem unter https://kleve.polizei.nrw/kriminalpraevention-kleve zu finden.

Wie die Polizei mitteilt, sind Betrugsversuche zum Nachteil von Vereinen in der jüngsten Vergangenheit vermehrt bekannt geworden. Foto: Polizei