„Eine Leiche für Margarete“
Turbulente Kreuzfahrt mit der Kolping-Theatergruppe Goch
GOCH. Mord an Bord, eine verschwundene Leiche, jede Menge Verdächtige und dazu ein Kreuzfahrtschiff voller höchst unterschiedlicher Charaktere: Mit der Kriminalkomödie „Eine Leiche für Margarete“ von Hans Schimmel lädt die Kolping-Theatergruppe Goch in diesem Jahr zu einem unterhaltsamen Theaterabend ein. Gespielt wird in drei Akten auf dem Kreuzfahrtschiff Phoenix. Eigentlich sollte eine Seefahrt lustig und vor allem erholsam sein. Doch auf dieser Reise bewahrheitet sich das nicht. Zwar ist es auf einem Schiff nicht ungewöhnlich, dass Passagiere gelegentlich aneinandergeraten – dass ein Streit allerdings mit einem Mord endet, damit hätte selbst Kapitän Hacker nicht gerechnet.
Und damit nicht genug: Kurz nach der Tat verschwindet die Leiche. Der nächste Hafen ist noch weit entfernt und ein Polizist befindet sich natürlich nicht an Bord. Für die Spurensuche bleiben daher nur wenige Beweise. Genau die richtige Gelegenheit für Margarete, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen. Als leidenschaftliche Krimi-Leserin mit einer besonderen Vorliebe für Massenmörder fühlt sie sich geradezu berufen, den Fall zu lösen. Dass dabei ihre Kochkünste etwas zu kurz kommen, sorgt bei Kapitän Hacker und den übrigen Passagieren allerdings nicht unbedingt für Begeisterung. Für zusätzliche Verwicklungen sorgt die bunte Gesellschaft an Bord der Phoenix. Neben Kapitän Hacker und der ermittelnden Margarete begegnen dem Publikum zahlreichen Figuren mit ihren ganz eigenen Macken und Eigenheiten. Da wäre zunächst Dr. Käthe Klein, die Bordärztin. Ausgerechnet sie leidet selbst unter Seekrankheit – eine denkbar ungünstige Voraussetzung für ihren Arbeitsplatz auf einem Kreuzfahrtschiff. Hiltrud Huber gehört zum Schiffspersonal und ist für den kleinen Salon zuständig. Allerdings hat sie eine ganz besondere Beziehung zu ihrem Arbeitsplatz und schaut offenbar auch gerne einmal in ihren eigenen alkoholischen Vorrat und leidet leider an Kleptomanie.
Unter den weiblichen Gästen befinden sich Elvira Griebe und Sibylle von Meyerstein. Elvira Griebe ist eine Witwe mit Geld, dafür aber ohne sonderlich gute Manieren. Sybille von Maierstein entstammt einem alten, inzwischen verarmten Adelsgeschlecht. Sie hat sich von der Kreuzfahrt eigentlich erhofft, einen neuen Ehemann kennenzulernen. Statt eines geeigneten Kandidaten muss sie sich jedoch vor allem mit Elvira Griebe auseinandersetzen – was für reichlich Zündstoff sorgt. Auch zwei Bestsellerautoren befinden sich an Bord: Rocky Ricks und Beate Ohse. Während Rocky Ricks den Macho gibt, wie er im Buche steht, ist Beate Ohse eine überzeugte Feministin. Dass diese beiden so unterschiedlichen Charaktere aufeinandertreffen, sorgt naturgemäß für einige humorvolle Szenen. Mit Adalbert Grafenau ist außerdem ein Passagier an Bord, dem offenbar überhaupt nichts recht zu machen ist. Als notorischer Nörgler findet er an so ziemlich allem etwas auszusetzen. Und schließlich gibt es noch Robert Rübenich – jene Figur, deren Schicksal den eigentlichen Kriminalfall ins Rollen bringt.
So entsteht an Bord der Phoenix eine explosive Mischung aus unterschiedlichen Persönlichkeiten, gegenseitigen Verdächtigungen und jeder Menge komischer Situationen. Denn nachdem der Mord geschehen ist, scheint plötzlich jeder jeden zu verdächtigen. Die Zuschauer dürfen sich somit auf eine Mischung aus Kriminalfall, Situationskomik und skurrilen Charakteren freuen. Wer am Ende hinter der Tat steckt und ob Margarete den Fall tatsächlich lösen kann, wird natürlich erst auf der Bühne verraten.
Vier Aufführungen im Kolpinghaus
Die Kolping-Theatergruppe Goch führt „Eine Leiche für Margarete“ von Hans Schimmel an vier Terminen im Kolpinghaus Goch in der Mühlenstraße auf: Samstag, 7. November, 19.30 Uhr; Sonntag, 8. November, 14 Uhr; Freitag, 13. November, 19.30 Uhr und Samstag, 14. November, 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt zehn Euro. Karten sind im Kolpinghaus Goch sowie bei allen Akteuren erhältlich. Die Theatergruppe bedankt sich zudem ausdrücklich bei ihrem Sponsor, der Klever Firma FraWiMo. Durch die Unterstützung des Sponsors wird die Arbeit der Kolping-Theatergruppe und die Realisierung der Aufführungen unterstützt. Damit heißt es schon bald: Leinen los für die Phoenix – und Bühne frei für „Eine Leiche für Margarete“!
Die Gruppe freut sich auf die Aufführungen: Udo Scholten, Daniela Bodden, Ani Kurkciyan, Jennifer Schoofs, Martina van Amstel, Johannes Knops, Kathrin Artz, Sylvia Knops und Mathias van Amstel (v.l.). Es fehlt Eva Bergmann. Foto: privat