Ein sicherer Ort für neue Wege
Eröffnung der Perspektivklärungsgruppe Anna-Stift in Kleve
KLEVE. Mit der Eröffnung der neuen Perspektivklärungsgruppe erweitert die Stiftung Anna-Stift ihr Angebot für junge Menschen in akuten Krisensituationen. In der Gruppe finden Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 17 Jahren kurzfristig Schutz und Unterstützung.
Ziel ist es, in einem intensiven, befristeten Rahmen gemeinsam mit dem Jugendamt, den Jugendlichen selbst und ihren Herkunftssystemen Perspektiven für die weitere Lebensgestaltung zu entwickeln. Dieses Angebot findet in Kooperation und mit der finanziellen Unterstützung der sechs Jugendämtern aus dem Kreis Kleve statt. Warum eine Perspektivklärungsgruppe? In den vergangenen Jahren hat der Bedarf an kurzfristigen stationären Unterbringungen zur Krisenbewältigung und Perspektivklärung deutlich zugenommen. Ursachen können Misshandlungen, Vernachlässigungen, Überforderungen im Elternhaus oder selbständige Hilfegesuche der Jugendlichen sein. Die Perspektivklärungsgruppe bietet ihnen einen Ort der Stabilisierung, der Sicherheit und der Orientierung.
Das Konzept: Sieben Einzelzimmer in einem wohnlichen Umfeld bieten Rückzug und Geborgenheit; Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch qualifizierte pädagogische Fachkräfte; enge Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Eltern und Sorgeberechtigten, sozialpädagogische Diagnostik und individuell abgestimmte Hilfeplanung; klare zeitliche Struktur: Klärung der Perspektive innerhalb von maximal sechs Monaten. Die Perspektivklärungsgruppe soll dazu beitragen, Jugendlichen eine neue Orientierung zu geben – sei es durch eine Rückführung in das Herkunftssystem oder die Vermittlung in weiterführende Hilfen. Ansprechpartnerin für die neue Gruppe ist Monika Helmus Telefon 02823/ 256023, 0151/ 72033225, Mail an m.helmus@anna-stift.de.
Das neue Angebot der Stiftung Anna-Stift findet in Kooperation und mit der finanziellen Unterstützung der sechs Jugendämtern aus dem Kreis Kleve statt. Foto: Anna-Stift