Werke von Geflüchteten zeigt die neue Ausstellung in Emmerich. NN-Foto: Gerhard Seybert
21. Januar 2026 · Emmerich

Ein Ort für Geschichten und Perspektiven in Emmerich

Ausstellung „Zugewanderte Kunst“ im Schlösschen Borghees eröffnet

EMMERICH. Mehr als 70 Personen sind ins Schlösschen Borghees zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung „Zugewanderte Kunst“ gekommen.

„In Emmerich leben aktuell Menschen aus 109 Nationen. Keine Geschichte ist gleich, aber wo im öffentlichen Raum werden diese ganz verschiedenen Geschichten und Perspektiven erzählt? Mit dieser Ausstellung wollen wir dafür einen Ort schaffen“, sagt Vera Artz, Integrationsbeauftragte der Stadt Emmerich. Zusammen mit Mike Brendt von den Emmericher Kulturbetrieben und Ilona Brockmann vom Kommunalen Integrationsmanagement des Kreises Kleve freute sie sich über die große Resonanz.

„Ich weiß, dass es noch viel mehr Zugewanderte gibt, die malen, aber sich nicht getraut haben, hier auszustellen. Vielen Dank für Ihren Mut und Ihre Bereitschaft, sich zu beteiligen“, wandte sich Ilona Brockmann als Mitorganisatorin und Initiatorin an die mehr als 20 Ausstellenden aller Generationen und mit Wurzeln etwa in Syrien, Afghanistan, Polen und der Ukraine. Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung von einem ukrainischen Chor, der neben traditionellen ukrainischen auch einige deutsche Lieder sang. Bei den Gesprächen im Anschluss an den offiziellen Teil war ein Gefühl des Zusammenhalts und der Solidarität spürbar – als Künstler, aber auch als Emmericher.

Die Ausstellung, die auch Werke von Geflüchteten aus der Zentralen Unterbringungseinrichtung in Rees zeigt, ist noch bis 8. März jeden Sonntag von 11 bis 17 Uhr im Schlösschen Borghees zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Werke von Geflüchteten zeigt die neue Ausstellung in Emmerich. NN-Foto: Gerhard Seybert