Ein großes Jubiläumsfest
St. Sebastianus Bruderschaft Lind feierte 425 Jahre Bestehen
LIND. „Auf nach Lind!“ – So hieß es in der Überschrift einer Anzeige in der Niederrheinischen Landeszeitung vor 100 Jahren. Eingeladen hatte die St. Sebastianus Bruderschaft Lind anlässlich ihres 325-jährigen Bestehens, das damals mit einem großen Fest „in einem neu erbauten Riesenzelt“ mit einem Fest-gottesdienst, einem historischen Festzug, einem Festball und einem großen Königsgalaball gefeiert wurde.
Jetzt – 100 Jahre später – feierte die Bruderschaft ihr 425-jähriges Bestehen, diesmal jedoch klein, aber fein im Saale und im Innenhof der Gaststätte Hauser. Fleißige Helfer hatten dazu den Hof mit Maien und bunten Luftballons geschmückt und auch den Saal festlich dekoriert.
Die Qual der Wahl
Eingeleitet wurde das Fest durch eine Ansprache des Brudermeisters und sodann mit einem Kaffeetrinken für die Mitglieder der Bruderschaft fortgesetzt. Dabei hatten alle die Qual der Wahl, denn sieben herrliche Torten standen zur Auswahl.
Zur Unterhaltung war der Musikverein Aldekerk eingeladen, der für die nötige Stimmung sorgte. Außerdem konnte man an einem Quiz teilnehmen, das Mitglied Norbert Sievers vorbereitet hatte. Es galt, zehn Fragen zur Bruderschaft und ihrer Geschichte möglichst genau zu beantworten. Mit Wissen, aber auch Raten und Schätzen gelang es Christel Roosen, die höchste Punktzahl aller Teilnehmer zu erreichen und so den ersten Preis, einen Frühstückskorb, mit nach Hause zu nehmen. Auf dem 2. Platz folgten Helga und Ernst Gilsing vor Heinz Hoenen.
Gegen 18 Uhr zogen dann alle in den Innenhof, um dort den zweiten Teil der Jubiläumsfeier fortzusetzen. Bei angenehmen Temperaturen, kühlen Getränken und herzhaftem Essen vom Grill ging es nun weiter. Und anstelle der Blaskapelle, die sich noch mit einigen Zugaben verabschiedete, sorgte für den restlichen Abend nun DJ Frank Sasse für die musikalische Unterhaltung.
Inzwischen hatten sich auch weitere Gäste eingefunden. Ralf Thier und Elke Benger gratulierten als Delegierte der Interessengemeinschaft im Namen der Schaephuysener Vereine. Von den benachbarten Bruderschaften konnte Brudermeister „Kalli“ Hauser die St. Martinus-Quirinus Bruderschaft aus Saelhuysen und die St. Nikolaus Bruderschaft aus Rheurdt begrüßen und deren Glückwünsche entgegennehmen.
Alleinunterhalter im Telefongespräch
Zur weiteren Unterhaltung und Freude aller kündigte der Brudermeister einen weiteren Gast an, der schon einige Male in Schaephuysen aufgetreten war: Alleinunterhalter Wim Spans. In seiner unnachahmlichen Art sorgte er mit seinem „Telefongespräch op platt“ für viel Gelächter und erhielt dafür großen Applaus. Passend zum Fest berichtete er im weiteren Verlauf des Abends bei seinem zweiten Auftritt (nun festlich mit Frack und Zylinder) in einer „Nachlese“ von den Ereignissen eines Schützenfestes anno 1895 – einfach herrlich.
Bei guter Unterhaltung und mit Musik und Tanz vergingen die Stunden viel zu schnell. Die St. Sebastianus Bruderschaft kann auf ein gelungenes Jubiläumsfest zurückblicken, das erst gegen Mitternacht endete.
Gute Laune beim Jubiläumsfest: Die St. Sebastianus Bruderschaft Lind feiert 425 Jahre. Foto: privat